Wer bei Crowdfunding an viel Kohl(e) und duftendes Essen denkt, liegt im Falle unserer heutigen News gar nicht so falsch. Denn die zwei Startups und das eine Nochmal-Startup, die wir heute vorstellen, haben ihre Businessmodelle auf Essen, Liefern und Parfüm gegründet. Genauer gesagt, setzen das Darmstädter Start-up Algel, die Merseburger von Mailbox Germany und auch MyParfum aus Berlin darauf, der Crowd Appetit auf Ihr Startup zu machen.

By MyParfum ist der Crowdfunding-Ansatz zwar neu, das Unternehmen an sich aber nicht wirklich. Vor über einem Jahr nämlich musste das von den Brüdern Matti und Yannis Niebelschütz und von Patrick-André Wilhelm gegründete Startup mit Schwerpunkt individuelle Parfumkreationen in die Insolvenz gehen. Jetzt möchten Matti und Yannis Niebelschütz wieder und weiter Duftnoten setzen – durch Expansion und das Geld der Crowd, das sie aktuell über Companisto einsammeln. Die Abkehr von nur einem strategischen Investor sei dabei bewusst gewählt worden, auch um sich in keine zu große Abhängigkeit von nur einem Anteilseigner zu begeben.

MyParfum Team©MyParfum Europe GmbH

MyParfum Team©MyParfum Europe GmbH

Weniger auf die olfaktorische Wahrnehmung als vielmehr auf das Haptisch ist die Idee von Mailbox Germany ausgerichtet. Das Startup möchte den eCommerce gerade für all jene deutschen Shopper erleichtern und ermöglichen, die im Ausland weilen und dennoch in Deutschland (online) einkaufen möchten. Weil viele Onlineshops keinen direkten Versand ins Ausland anbieten, schaltet sich Mailbox Germany einfach dazwischen, indem es Postfächer und Lagerplätze für Deutsche im Ausland zur Verfügung stellt, die diese bequem von Remote aus online verwalten können. Um diese und weitere Leistungen (Weiterleitung von Paketen und Briefen, Digitalisierung von Dokumenten) wirklich in die Tat umsetzen zu können, startete Mailbox Germany jetzt eine Crwodfunding-Kampagne auf Indiegogo und hofft darauf, innerhalb von 30 Tagen das Fundingziel von 20.000 Euro erreicht zu haben.

Infografik Mailbox Germany. ©Mailbox Germany

Infografik Mailbox Germany. ©Mailbox Germany

Der letzte Absatz unserer News widmet sich einem Startup, das das Prinzip von Same-hour-Delivery wörtlich nehmen und umsetzen will. Algel nämlich will seinen Kunden ermöglichen, dass diese per App oder Webseite ihre Lebensmittelleinkaufsliste einfach in Auftrag geben. Diese Listen werden dann an unabhängige Aushilfen übermittelt, welche sich schnurstracks auf den Weg in den Discounter machen, die Lebensmittel und anderes kaufen, zu den Bestellern fahren, ihr Geld bekommen und dann auf die nächste lange Liste warten. Das Startup im Bereich Shopping der anderen Art fischt nun im Schwarm nach frischer Kohle. Die Crowdinvesting-Plattform Supercrowd wurde eigens dafür gegründet, Algel mit dem benötigten Kapital auszustatten.

ALGEL Geschäftsmodell

ALGEL Geschäftsmodell

ist Autor, Blogger, Journalist, Redakteur und Texter. Für die eCommerce Lounge schreibt er Beiträge zu Themen des eCommerce.

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