Datenschutz: Sofortüberweisung.de in der Kritik
Richtig ist: Sofortüberweisung.de prüft zur Betrugsprävention und Sicherstellung einer ausreichenden Bonität nicht nur den aktuellen Kontostand, sondern auch ungebuchte Transaktionen, offene Auslandsüberweisungen, den Dispo-Kredit und die letzten Zahlungen per Sofortüberweisung.de der letzten 30 Tage. Daten werden dabei jedoch nicht gespeichert.
Das falsche Konto des c’t-Redakteurs lässt sich jedoch durch einen simplen Softwarefehler erklären. Dieser führte vor knapp zwei Jahren dazu, dass für die Zahlung ein falsches Konto ausgewählt wurde. Die Payment Network AG schreibt dazu in ihrer Stellungnahme:
Der Fall „Kossel“, den der NDR beschreibt, liegt bereits zwei Jahre zurück. Damals ist ein Schnittstellenfehler bei einem Kunden aufgetreten, so dass ein Überweisungsbetrag von einem anderen als dem angegebenen Konto abgebucht wurde. Es handelt sich um einen Einzelfall, der umgehend behoben wurde. Damals hat die Payment Network AG das Programm entsprechend optimiert, damit so etwas nicht mehr passieren kann.
Datenschutzhinweise sollen überarbeitet werden
Konkret wurde durch den NDR auch die, in ihren Augen, unzureichende Formulierung in den Datenschutzhinweisen bemängelt. Dort wird lediglich von einer „Kontodeckungsabfrage“ gesprochen – für den durchschnittlichen Verbraucher sei damit nicht ersichtlich, in welcher Form diese Abfrage seitens Sofortüberweisung.de vorgenommen wird.
Die Payment Network AG möchte den entsprechenden Teil der Datenschutzhinweise nun „in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht rasch ändern“.
Am TÜV-zertifizierten Verfahren selbst soll es keine Änderungen bzw. Anpassungen geben.




















Unter “normales Vorgehen” würde ich es ganz sicher nicht einordnen.
Die Frage ist ja: Wäre ein Bezahlvorgang per Sofortüberweisung anders überhaupt möglich?
Das komische ist, wenn ich mit ec an einem Terminal bezahle passiert nichts anderes, muss die Verkäuferin mich vorher darüber informieren?
Natürlich passiert bei der Kartenzahlung etwas anderes. Bei einer Kartenzahlung wird auch nicht auf alte Umsätze zugegriffen.
Ich halte Einrichtungen wie z.B. sofortüberweisung.de für absolut unnötig.
Schon vor mehr als 5 Jahren habe ich bei Online-Einkäufen
Screenshots von der Online-Sofort-Überweisung gemacht und diese per Email an die Verkäufer
gesendet.
Dadurch bin ich zu 95 Prozent genau so schnell, als wenn ich einen Wichtigtuer in
Anspruch nehmen würde, dem ich noch zudem die allerwichtigsten persönlichen
Daten preisgeben müsste!
Die Sicherheit für den Verkäufer besteht darin, dass bei Sofort-Überweisungen
nicht widerrufen werden kann.
Wo ist meine Sicherheit bei den Wichtigtuern??
Nie wieder sofortüberweisung!
Um eine entsprechende Zahlungssicherheit zu gewährleisten, müssen zwangsläufig alle Prozess mit längerer Banklaufzeit abgefragt werden. Da die Daten nicht gespeichert werden, verstehe ich hier den “Aufregfaktor” überhaupt nicht. Letztendlich ist die Meldung für ein Webthema auch schon veraltet. Ich persönlich gehe inzwischen davon aus, dass ein Großteil der Negativpresse über Sofortüberweisung.de entweder auf mangelnder technischer Kenntnis oder auf lancierten Meldungen seitens der Platzhirsch-Konkurrenz (Giropay) basiert.
Oder gab es bisher Missbrauchsberichte über Sofortüberweisung bzw. die Payment Network AG? Klar ist, man macht sich Feinde, wenn man die de fakto technisch gleiche Leistung zu deutlich geringeren Kosten für weit mehr Banken anbieten kann ;)
Natürlich muss das jeder für sich entscheiden. Ich möchte auf jedenfall nicht, dass meine Umsätze von einem “Dritten” abgefragt werden.
Ich frage mich in wie weit der Datenschutz der Banken überhaupt gegeben ist wenn gewerbliche Dienstleister diese Daten für sich nutzen können.
Wir müssen alle halt immer prüfen was wir machen, sonst machen andere mit uns was sie wollen!
C.
Das Thema ist wirklich nicht neu, Leute verteilen Ihre Daten wild im Netz und hinterher wird sich aufgeregt. Das betrifft den “sozialen Bereich” wie Fotos und sonstige Infos über das eigene Privatleben.
Bisher gab es keine wirkliche Missbrauchsmeldung über einen solchen Bezahldienst und in wieweit das bei der Haftungsfrage geregelt ist, muss jeder bei seiner Bank erfragen oder die AGB`s lesen.
Ich habe sofortüberweisung.de auch schon öfter genutzt und danach unmittelbar gleich wieder meine PIN geändert. Auf Vorgänge die unmittelbar beim benutzen der Seite von sofortüberweisung.de passieren, wie z.B. Bonitätsabfragen offene Überweisungen usw., hat der Nutzer eh keinen Einfluss. Ein Problem dabei ist nur die sehr eingeschränkte Information darüber, was beim Nutzen des Service genau alles passiert.
Unter dem Deckmantel das Firmen sich schützen wollen vor evtl. Zahlungsunkräftigen Kunden, sei es bei Verträgen, Kleinstkredite, Reisen etc. wird heutzutage sowieso jedesmal überall der Kunde der was haben will, erstmal quasi “durchleuchtet”. Im digitalen Zeitalter wo Geld viel nur noch elektronisch bewegt wird und alles super verfolg und belegbar ist, ist dies ein leichtes.
Gerade in Fällen, wo die SCHUFA mit ins Spiel kommt, wird es vereinzelt schon echt schwierig. Diese Einrichtung hat unterschwellig ziemlich viel Einfluss zusammen mit den Banken, über den finanziellen Werdegang eines fast jeden Menschen der ein Konto besitzt und es auch nutzt.
Aber das weicht zu sehr vom Thema ab, Fakt ist nur, das im elektronischen Zahlungsverkehr generell mehr Schutz für den privaten ENDKUNDEN da sein sollte. Es passiert zuviel im Hintergrund was der Kontoinhaber nicht mitbekommt. Teilweise haben aber auch die Banken mit daran Schuld, die in Ihren ziemlich verworrenen AGB`s sich oft sehr schwammig ausdrücken wenn es um die Interessen des Kunden geht. Firmeninteressen sind immer klar definiert bis ins Detail, wo es keine klaren Details gibt, wird pauschal auf den Kunden abgewiegelt.
@Stefan, was passiert bei der Zahlung mit ec Karte, wie wird geprüft ob diese gedeckt ist?
Lieber Torsten Kossmann, wieso sollte was geprüft werden?! Wenn man die PIN am ec-Karten Terminal eingibt wird die Zahlung sofort durchgeführt und ist entweder erfolgreich oder nicht.
Wer natürlich einen 30cm langen Zettel unterschreibt, der macht den genauso – meiner Meinung nach – unseriösen Mist wie bei Sofortüberweisung.de nur eben nicht so schlimm.
Girocard-Zahlung:
Es wird vom Rechenzentrum der Bankengruppe geprüft, ob der Betrag verfügbar ist. Das passiert im Übrigen nicht durch Umsatzabfragen. Die Zahlung wird dann vorgemerkt. D.h. die Abfrage wird nicht durch Dritte durchgeführt. Das Terminal am POS spuckt dann lediglich ein “ja” oder “nein” aus.
Ich denke, dass man ein geschlossenes System der Kreditwirtschaft nicht mit sofortüberweisung vergleichen kann.
In jedem Fall war und ist sofortüberweisung der Zeit voraus – der Erfolg gibt ihnen recht
sofortüberweisung stellt die Online-Händler vor die Wahl: Entweder Sofortbank-Konto eröffnen oder Verlust der Zahlungsgarantie. Mehr gibt’ hier:
http://ecommerce-advanced.com/sofortuberweisung-zwang-zur-sofortbank-224/
Erfolgreich ist Sofortüberweisung nur weil sie die Datenschutz-Regeln brechen und u.A. deshalb günstiger sind.
Recht hat niemand wegen des Erfolgs, ansonsten hoffe ich wirklich das die Menschheit sich nicht selbst vernichtet wegen Dummheit.
Oder besser gesagt – willkommen in der Deevulotion. Herzliches Beileid Sai Siniq.
Hallo Gast,
ich kann deiner Argumentation leider nicht folgen. Du liegst richtig mit deinem “Recht haben”-”Erfolg”-Zusammenhang. Danke für die Beileidsbekundungen.
Melde dich bei Diskussionsbedarf doch einfach über meinen Blog. Würde mich interessieren, warum konkret du einen solchen Groll hegst.
Viele Grüße und schönes neues Jahr!
Sai