Der Black Friday hat in den USA nicht nur für klingelnde Kassen gesorgt sondern auch interessante Trends im E-Commerce aufgedeckt. Der Mobile Commerce via Handy und Tablet hat deutlich zugenommen, allen voran über Produkte aus dem Hause Apple.

Der Black Friday ist der Tag nach Thanksgiving, welches in den USA traditionell immer an einem Donnerstag gefeiert wird. Der schwarze Freitag ist in den letzten Jahren allerdings zunehmend zum Synonym für Kaufrausch und klingelnde Kassen geworden. Händler nutzen den oftmals freien Tag der Amerikaner, um drastische Rabatte und Sonderangebote anbieten.

Seit 2005 gilt der Black Friday in den USA stets als der umsatzreichste Tag des Einzelhandels – und gibt interessante Hinweise auf Trends und Entwicklungen im Kaufverhalten.

Mobile Commerce wächst

Laut IBM Black Friday Report 2012 stieg der E-Commerce Anteil am Black Friday Gesamtumsatz um 20,7% gegenüber dem Vorjahr. Dabei wurden 16,3% des Onlineumsatzes über mobile Endgeräte, also Smartphones und Tablet Computer, generiert. Dies entspricht einer Steigerung von mehr als 65% zum Black Friday 2011.


Zur vollständigen Größe: IBM Infographic zum E-Commerce am Black Friday 2012

Der Traffic im Mobile Commerce verteilt sich laut IBM auf 58,6% Smartphones und 41,4% Tablets. Knapp 10% des gesamten E-Commerce Traffic fallen dabei auf das iPad zurück, dicht gefolgt vom iPhone mit 8,7%. Smartphones und Tablets mit Android Betriebssystem kommen zusammen lediglich auf 5,5%.

Jeder zehnte Online-Einkauf über das iPad

Besonders interessant ist die Verteilung des Umsatzes auf die verschiedenen Endgeräte heruntergebrochen. Mehr als die Hälfte der gesamten Online Umsätze wurden alleine über Apple´s Ipad generiert. Mit anderen Worten: knapp jeder zehnte Online Einkauf am Black Friday wurde über ein iPad abgewickelt.

Auch bei der Traffic-Generierung zeigt sich Apple im Tablet-Sektor mit satten 88% M-Commerce Traffic-Anteil des iPad extrem dominant. Auf den weiteren Plätzen folgen Barnes & Noble´s Nook: mit 3.1%, Amazon Kindle mit 2.4% und das Android-basierte Samsung Galaxy Tab: mit 1.8%. Das derart deutliche Ergebnis überrascht, halten sich laut Studien seit 2012 Android Tablets (48%) und iPads (52%) in den USA in etwa die Waage.

Tablet Commerce braucht eigene Strategie

Längst haben sich Tablet Computer mit ihrer intuitiven Bedienung und Mobilität im Nutzerverhalten potentieller Kunden etabliert. Darüberhinaus bestätigen Studien wie auch Händler, dass Tablets im Durchschnitt höhere Conversion Rates und auch größere Warenkörbe haben als Smartphones und Desktop-Computer.

Die deutliche Zunahme des Mobile bzw. Tablet Commerce am Black Friday unterstreicht einmal mehr die Notwendigkeit einer dedizierten Tablet-Strategie für Online-Händler.

ist Redakteur der eCommerceLounge und freier Mitarbeiter der Adrian Hotz E-Commerce Beratung. Er beschäftigt sich mit den Themengebieten E- und M-Commerce, sowie Social Media. Aktuell studiert er an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona mit dem Studienziel M.Sc in International Business.

  • Wir können das bei unseren Kunden auch sehen! Einkäufe über Tablets nehmen deutlich zu. Das ist sicherlich weitergehender Trend in 2013…

    Den Einkauf über Smartphones können wir VersaCommerce nicht wirklich sehen. Ich denke das ist ein Hype ohne wirklichen Hintergrund. Bisher ist uns auch nicht woanders ein Händler bekannt geworden, der sichtbare Umsätze über Smartphones macht. Lassen wir mal die Bringdienste wie pizza.de aussen vor.

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