Ein letztes Mal möchte ich Ihnen heute spannende Erkenntnisse und praxisnahe Tipps aus dem kürzlich von shopanbieter.de und der plentymarkets GmbH gemeinsam veröffentlichten Whitepaper „Multi-Channel – der Umsatztreiber im E-Commerce“ präsentieren. Abschließend geht es um die Frage, mit welchen wichtigen und gleichzeitig für Jedermann leicht umsetzbaren Tricks und Kniffen der eigene Multi-Channel-Vertrieb angekurbelt und abgesichert werden kann.

Optimierte Produktdaten – das Salz in der (Suchmaschinen-)Suppe

Sowohl für das Suchmaschinen-Ranking der eigenen Webshop-Produkte als auch für die Auffindbarkeit der auf Marktplätzen gelisteten Artikel sind optimierte Produktdaten essentiell. Dabei bietet bereits der Produkttitel die Möglichkeit, vieles falsch oder alles richtig zu machen. So ist beispielsweise die Verwendung der exakten Typbezeichnung keinesfalls immer zielführend. Vielmehr sollte nach einer fundierten Recherche zu den durch Ihre Zielgruppe verwendeten Suchbegriffen auf die Nennung entscheidender Keywords geachtet werden. Ähnliches gilt für den Beschreibungstext, wobei hier der gelungene Spagat zwischen Keyword-Platzierung und leserfreundlichem Verkaufstext das Entscheidende ist. Ein weniger geläufiger aber gleichermaßen relevanter Aspekt ist das Verschlagworten (Taggen), durch das Sie und häufig auch die Marktplatzkunden dafür sorgen können, dass mittels geschickter Schlagwortvergabe Ihre Produkte in Suchergebnissen und auch bei ähnlichen Artikeln als Empfehlung angezeigt werden.

Ebenfalls ist in diesem Zusammenhang auch auf die Bedeutung von Kundenbewertungen hinzuweisen, die neben den offensichtlichen Vorteilen auch dafür sorgen, dass im Kontext des jeweiligen Artikels viele Begriffe genannt werden, die tatsächlich aus dem Sprachgebrauch der Kunden stammen und so potentielle Suchbegriffe darstellen. Zufriedene Kunden sollten daher aus diversen Gründen dazu animiert werden, einen kurzen Kommentar zum Kauf bei Ihnen abzugeben.

SEO – Das Buch mit den sieben Siegeln zu lesen wissen

Vielen Händlern graut es bei dem Gedanken daran, dass die eigenen Produktangebote von all den unzähligen kaufwilligen Kunden nur deshalb nicht bestellt werden könnten, weil sie sie in den Weiten des Internets schlichtweg nicht finden. Panisch verzetteln sie sich in unüberlegten Maßnahmen und geben dabei häufig immense Beträge aus, deren Investition zumindest fragwürdig ist. Auch wenn es beim Thema Suchmaschinenerfolg kein Patentrezept gibt, das man einfach nur stringent befolgen muss, heißt es doch in erster Linie Ruhe zu bewahren und seine Hausaufgaben zu machen.

Inhalte spielen sowohl bei Google als auch auf den relevanten Marktplätzen die übergeordnete Rolle und bei sorgfältiger Pflege kann hier großes Potential genutzt werden. Die relevanten Faktoren, auf die man als Händler in erster Linie achten sollte, sind schnell benannt: Artikeldetails (vor allem Titel und Beschreibung, aber auch Tags und Bilder), Preisgestaltung, eine gute Warenverfügbarkeit und eine solide Händlerbewertung. Darüber hinaus zahlt sich ein langer Atem aus: Je häufiger ein Artikel erfolgreich verkauft wurde, umso besser für sein Ranking in der Produktsuche.

Geht nicht, gibt’s nicht: Kundenbindung im Multi-Channel-Dschungel

Trotz aller Mühe, die sich Marktplätze vor allem mithilfe strikter Händler-AGBs geben, um Ihre Kunden nicht in Richtung spezialisierter und entsprechend kompetenter Online-Shops abwandern zu sehen, kann der einzelne Händler immer noch einiges in Bewegung setzen, um den eigenen Webshop und den eigenen Namen beim Kunden ins Spiel zu bringen.

Da wären zunächst, ebenso banal wie effektiv, Name und URL des Webshops, die sowohl im Verkäufernamen auf dem Marktplatz als auch auf sämtlichen Kommunikationsmitteln, wie Lieferscheinen, Rechnungen und im E-Mail-Verkehr, für den Kunden auf der ersten Blick erkenntlich sein sollten. Ist dieser Name dann auch noch einprägsam, hat man bereits einiges erreicht.

Hinzu kommt der immer wieder geschickt platzierte Hinweis auf den eigenen Newsletter, bestenfalls mit Anreiz auf ein Gewinnspiel oder einen Rabatt. Achten Sie jedoch in jedem Fall darauf, mit Ihrem Newsletter dann auch spannenden und vor allem für Ihre Zielgruppe relevanten Content zu liefern. Es ist eine großartige Chance, sich von der breiten Masse der anderen Händler und dem Marktplatz abzuheben, indem man sich als Fachmann und kompetenter Ansprechpartner für den eigenen Produktbereich präsentiert, der noch dazu kurzfristig und freundlich Rat und Hilfe liefern kann.

Soweit es die Margen-Kalkulationen erlauben, ist auch das Setzen von finanziellen Anreizen, wie einem speziellen Webshop-Angebot oder einer versandkostenfreien Lieferung, ein gutes Mittel, um Besucher überhaupt erst einmal auf den eigenen Webshop zu locken. Nutzen Sie Aufträge, die über andere Vertriebskanäle eingehen und legen Sie den Paketen beispielsweise Gutscheine oder Schnäppchenhinweise für Ihren Webshop bei.

Die dauerhafte Herausforderung der Schnittstellen- und Datenverwaltung

Gerade wenn man sich dafür entscheidet, dass nicht nur einer oder zwei Kanäle für den Vertrieb des eigenen Produktportfolios relevant sind sondern vielfältige Vertriebswege genutzt werden sollen, ist es wichtig auf eine nahtlose Verzahnung und leichte Verwaltung der unter Umständen komplexen Strategie zu achten.

Zum einen muss dafür gesorgt werden, dass es durch langwieriges Einspielen und Bearbeiten der Aufträge von verschiedenen Plattformen nicht zu Überverkäufen und damit zu unzufriedenen Kunden und im schlimmsten Fall rechtlichen Problemen für den Händler kommt. Zum anderen ist eine gut funktionierende Schnittstelle, die bei Änderungen seitens des Marktplatzes ebenfalls kurzfristig angepasst wird und weiterhin sicher und solide funktioniert, elementar.

Die E-Commerce-Komplettlösung plentymarkets bietet hinsichtlich dieser beiden Aspekte entscheidende Vorteile: Eingehende Aufträge werden, egal von welcher Verkaufsplattform, schnell und übersichtlich in ein und dasselbe System eingespielt, können daraufhin weitestgehend automatisiert weiterbearbeitet werden und auch der Warenbestand wird in Echtzeit verwaltet. Hinzu kommt, dass Marktplatz-Integrationen durch den Shop-Software-Anbieter selbst durchgeführt werden. Dies heißt nicht nur, dass Anpassungen vorausschauend umgesetzt werden, bei etwaigen Problemen kann so auch besonders schnell reagiert werden. Für den Händler bedeutet diese Fokussierung auf einen Anbieter vor allem eins: Mehr Zeit, um die eigene Verkaufsstrategie weiter ausfeilen zu können.

Zu allen hier angerissenen Themen erhalten Sie tiefergehende Informationen sowie weitere wertvolle Hinweise und Praxistipps von ausgewiesenen E-Commerce-Experten im Whitepaper „Multi-Channel – der Umsatztreiber im E-Commerce“.

ist Marketing Managerin bei der plentymarkets GmbH. Sie ist neben der Planung der unternehmenseigenen E-Commerce Academy und der Social Media-Aktivitäten für die Pressearbeit des Unternehmens verantwortlich und hat in Zusammenarbeit mit dem Team von shopanbieter.de an dem Whitepaper "Multi-Channel - der Umsatztreiber im E-Commerce" gearbeitet.

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