Da Google nur selten Online Marketing Trends verschläft haben sie 2010 mit Remarketing eine neue Option für den Einsatz von Werbemitteln im Display Netzwerk eingeführt. Remarketing leitet sich ab vom im Online Marketing allgemein verwendeten Begriff Retargeting. Retargeting beschreibt zusammengefasst die Zweitansprache eines Besuchers einer bestimmten Website mit Werbemitteln wie z.B. Bannern, Video Ads oder Textanzeigen. Das Google Remarketing beschränkt sich hierbei auf das Google Display Netzwerk. Die Kampagnen können über die Adwords Benutzeroberfläche eingerichtet und gesteuert werden. Insbesondere für Online Shops bietet diese Art der Werbung eine sehr interessante Möglichkeit potentielle Kunden durch gezielte Ansprache zurück in den Online Shop zu holen um zu bestellen.

Funktionsweise von Remarketing

Mit Google Remarketing ist es möglich Besucher einer bestimmten URL zu taggen. Ein Besucher der z.B. auf eine Markenübersichtsseite mit Nike Schuhen im eigenen Online Shop besucht, wird sich wahrscheinlich auch für Nike Schuhe interessieren. Durch einen Javascript Code auf der Nike Schuhe Markenübersichtsseite lassen sich die Besucher taggen und z.B. einer Zielgruppe für Schuh Interessierte zuordnen. So lassen sich die Nike Schuh interessierten Personen bis zu 30 Tage nach dem Besuch der jeweiligen URL gezielt mit Nike Schuh Bannern auf Seiten im Display Netzwerk bewerben.

Hierbei ist wichtig zu verstehen, dass die beworbene Zielgruppe bereits auf der Website war, also den Online Shop kennt. Das ist bei der Erstellung der Werbemittel zu beachten, denn was bringt es wenn ich dem potentiellen Kunden zu kommunizieren, dass ich Nike Schuhe habe. Das weiß er schon.

Best Practises für E-Commerce Remarketing Kampagnen

Um Remarketing Kampagnen erfolgreich durchzuführen sollten deswegen Trigger wie z.B. Rabatte, Gutscheincodes, Sale Aktionen, Neuheiten… über die Werbemittel kommuniziert werden, damit der ehemalige Besucher einen Anreiz verspürt wieder vorbeizuschauen. Dabei ist es vorteilhaft auf animierte Werbemittel wie z.B. Flash Banner zurückzugreifen.

Zudem sollte man Gebrauch vom Frequenc y Capping innerhalb der AdWords Kampagneneinstellungen machen, damit man keine Verärgerung bei der Zielgruppe über penetrant verfolgende Werbung erzeugt. Wenn die oben beschriebenen Trigger richtig gesetzt sind wird der Kunde zurückkommen und eventuell bestellen, auch bei wohl dosierten wenigen Werbeeinblendungen.

Eine weitere Möglichkeit, die sich bei der Arbeit mit unseren Suchmaschinenmarketing-Agentur Kunden etabliert hat, ist es mit negativen Zielgruppen Besucher auszuschließen. Kunden die bereits bestellt haben lassen sich durch einen zusätzlichen Tag Code definieren und ausschließen.

Remarketing Kampagnen bieten eine Vielzahl von Strategien, die man verfolgen kann. Die Zielgruppen lassen sich bis auf die Artikelebene runterbrechen. So kann man einzelne Artikel mit Tags versehen und diese dann mit einem prozentualen Rabatt erneut bewerben, falls sie vom Besucher nicht bestellt wurden. Dabei sollte man aber bedenken, dass dann für jeden Artikel ein eigener Werbemittelsatz erstellt werden muss. Zudem müssen pro definierte Zielgruppe mindestens 500 Besucher getaggt worden sein, damit die Kampagne startet. Diese Restriktion schließt meist den Großteil der Artikel aus.

Besser ist die Definition von Zielgruppen aufgrund von Marken oder/und Produktgruppen. So muss man nur die Werbemittel pro Marke bzw. Produktgruppe erstellen und hat eine größere Reichweite als bei einzelnen Artikeln.

Der Erfolg von Remarketing Kampagnen hängt nach unserer Erfahrung entscheidend von den gesetzten Anreizen ab. Wenn diese stimmen sind Conversionrates von weit über 5% keine Seltenheit.

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