Eine Hürde, die der Mobile Commerce immer noch nicht richtig genommen hat, sind die Checkout-Prozesse. Da machen sich die Menschen schon eifrig auf die Suche nach Produkten via Smartphone oder auch Tablet, finden das Passende, werfen es in den Warenkorb und lassen es am Ende darin liegen. Zu umständlich ist das Bezahlen, zu klein die Eingabefelder, zu zeitaufwendig das Eintippen von Bestell- und Zahlungsinformationen, die für das endgültige Bezahlen notwendig sind. Das Resultat: Hohe Kaufabbruchquoten im Mobile Commerce, wenngleich das Potential doch vorhanden ist.

Dem will Google nun mit seiner kostenlosen Schnittstelle „Wallet Instant Buy“ entgegenwirken. Dabei bietet es Kunden wie Shopbetreibern eine Lösung aus einer Hand: Der Nutzer muss dafür nur über ein gültiges Google-Konto verfügen. Hierdurch hinterlegt er seine Kreditkartendaten in der Google-Wallet, nutzt im entsprechenden Shop dann die „Buy with Google“-Funktion und hat in nur zwei Schritten seinen Einkauf bezahlt. Sicher soll diese Lösung zudem auch sein, werden von Google doch nicht die tatsächlichen Kreditkarten-Informationen genutzt, sondern stattdessen eine virtuelle Kreditkarte erzeugt, die direkt mit dem Original verbunden ist. Der Händler erhält also keine Daten der echten Kreditkarte, kann aber dennoch sein Geld abbuchen.

Google Wallet Instant Buy macht's mobile möglich. ©Google Wallet

Google Wallet Instant Buy macht’s mobile möglich. ©Google Wallet

Für Shopbetreiber soll Wallet Instant Buy Shopbetreiber ähnlich einfach sein: Eine problemlose Integration in bestehende Bezahlverfahren, ohne dass diese also angepasst werden müssten. Voraussetzung hierfür ist aber natürlich, dass in entsprechenden Shops auch das Bezahlverfahren „Kreditkarte“ angeboten wird. Zudem soll Googles neue Zahlungsabwicklung auf allen mobilen Plattformen und mit jedem Google-Konto funktionieren.

Geklappt hat es übrigens für Google und Peter Hazlehurst nicht. Der oberste Produktmanager von Google Wallet hat den Konzern kürzlich verlassen und macht sich eigenen Angaben zufolge nun außerhalb der Payment-Welt und innerhalb des Startup-Kosmos auf die Suche nach einem neuen Job. Er geht – um auch am Ende im Mobile– und Wallet-Bilde zu bleiben – wohl nicht mit leeren Taschen und hinterlässt mit Instant Buy einen neuen Dienst, der eine einfachere Zahlungsabwicklung zumindest in Aussicht stellt.

ist Autor, Blogger, Journalist, Redakteur und Texter. Für die eCommerce Lounge schreibt er Beiträge zu Themen des eCommerce.

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