Was ist Growth Hacking?

Die Amerikaner bezeichnen das ganze Spektakel rund um “Automatisiert maximal viele glückliche Nutzer gewinnen” jetzt neuerdings als “Growth Hacking”. Bereits bestehende Themen neu zusammenzuschrauben und einen coolen Namen draufzuschreiben, das konnten die Amerikaner schon immer besonders gut, oder etwa nicht? Die richtigen Growth Hacks für den Online-Shops zu finden ist jedoch gar nicht so einfach, da die Disziplinen E-Mail Marketing, SEO, SEA, Social Media, Usability, Analytics, Conversion Optimierung und Co. auch im Growth Hacking die gleichen bleiben. Aber was sind die Growth Hacks – die Online-Shops wirklich mehr Abverkäufe bringen können? Drei heiße Tipps zum selbst ausprobieren.

Der Social Proof

Als ein bewährtes Prinzip zur Steigerung der Abverkäufe im Online-Shop hat sich der sogenannte Social Proof herausgestellt. Der User soll denken “Wenn also andere auch schon überzeugt von Eurem Shop oder dem bestimmten Produkt XYZ waren, dann ist das sicherlich auch gut für ihn”. In Fernseh-Spots sieht man dann häufig Bastian Schweinsteiger wie er sich jeden Abend auf der Couch Chips reinpfeift oder Jogi Löw der sich seine Haar-Tolle nur mit dem feinsten Shampoo wäscht. Da die meisten Shops für einen derartigen Promi-Social-Proof kein Budget haben, kann man stattdessen einfach “Die letzten Kundenbewertungen” anzeigen. Je mehr Kundenbewertungen vorhanden sind, desto glaubwürdiger. Wie und wo man die Kundenbewertungen darstellt sollte man unbedingt testen.

Neben Kundenbewertungen, sieht man auf Reiseportalen zudem häufig Blöcke wie “in den letzten 6 Stunden von 20 Leuten gebucht” oder auf Download-Pages „schon 25.000 mal downgeloadet“. Das alles sind einfache Beispiele, wie man mit dem Social Proof – also der Macht der Vielen – den Shop optimieren kann.

Richtig AB-Testen

Das User-Testing ist ein Trend, der in professionellen Online-Shops nicht mehr wegzudenken ist. Welche Variante der Landingpage funktioniert für den Marketing-Kanal XY am besten? Durch wenige Verbesserungen lassen sich durch geschicktes User-Testing oftmals gute Steigerungen der Abverkäufe erzielen. Für alle Online-Shops, die sich selbst nicht als AB-Test-Profis bezeichnen würden, kann ich nur den Tipp geben, sich hier nicht zu verzetteln. Bedeutet:

1.    Macht bitte immer nur einen einzigen AB-Test gleichzeitig, statt direkt mit komplizierten Tests wie beispielsweise multivariaten Tests etc. anzufangen.

2.    Stattdessen versucht mit Gehirnschmalz herauszufinden was denn die richtigen AB-Tests sein könnten. Was wird die Konversionsnadel so richtig bewegen? Was könnte die Besucher vom Kauf abhalten? Schlechte oder fehlende Produktinformationen oder Produkbilder, zu hohe Preise, fehlende Gutscheine, nicht-transparente Lieferkosten oder Lieferbedingungen, fehlende Produktbewertungen, zu viele Datenabfragen beim Checkout oder fehlende Zahlungsmethoden?

Eine schwierige Disziplin im e-Commerce, aber richtig gemacht eine die sich wirklich auszahlen kann. Mit den heutigen AB-Testing-Tools wie beispielsweise Optimizely vor allem technisch ein Kinderspiel.

Die interne Suche

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Die interne Suche im Online-Shop wird quasi bei der Optimierung immer vernachlässigt. Shopbetreiber sollten sich fragen, warum diese denn eigentlich benutzt wird? Meistens doch, weil User noch nicht das richtige Shop gefunden haben, oder? Sie sind quasi kurz vorm Absprung.

Mit dem Web-Tracking-Tool kann man die Sucheingaben der internen Shop-Suche sehr einfach kontrollieren. Wonach wird am häufigsten gesucht? Diese

Suchbegriffe scheinen den Besuchern besonders wichtig zu sein. Also testet die Top-Keywords mal mit der eigenen Suche und ihr werdet sicherlich verschenkte Potenziale aufdecken. Ergebnisseiten mit “Produkt nicht gefunden.”, “Produkt nicht mehr im Angebot”, „Produkt nicht mehr lieferbar“ oder nicht passenden Produkten sind leider keine Seltenheit. Wird eine passende Produktseite gefunden, so eignen sich diese Top-Keywords der internen Suche zumindest auch immer dafür, diese Produktseite auf genau dieses eine Top-Keyword hin zu optimieren. Schließlich suchen die User offensichtlich genau danach – das werden sie in Google mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit genauso machen.

Mehr Growth Hacks im eBook

ebook-growthhackingDies ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt an Growth Hacks für Online-Shops, aber eben welche die man relativ einfach und schnell selbst ausprobieren kann. Für noch mehr Growth Hacks folgt mir einfach auf Twitter unter @lennarz oder ladet Euch mein eBook mit dem Titel “Growth Hacking für Non-Startups” runter.

Hendrik Lennarz

Mein Name ist Hendrik Lennarz, ich bin schon seit über 8 Jahren Growth Hacker, ohne zu wissen, dass mein Beruf so einen coolen Namen hat. Ich liebe es neue Produkte zu entwickeln und meine Nutzer damit glücklich zu machen. In meinem Growthhacking-Team nennen wir das #PRODUCTLOVE ;-)

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