Kann sich Amazon als Payment-Anbieter etablieren?

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camato. Die neue Waffe im E-Commerce

Händler haben ab sofort die Möglichkeit, den Bezahldienst zu integrieren. Für Amazon-Kunden erleichtert sich damit auch das Einkaufen auf Drittseiten: Der Amazon-Bezahldienst nutzt die Zugangsdaten von Amazon und die dort hinterlegten Kundendaten. Dazu Eric Broussard, General Manager von Amazon Payments Europe:

“Wir versuchen, das Einkaufen im Internet für unsere Kunden langfristig so einfach wie möglich zu machen. Mit Bezahlen über Amazon können jetzt hundert Millionen unserer Kunden weltweit, sicher und bequem auf den Websites von Onlinehändlern in ganz Deutschland einkaufen.”

Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum Einen lassen sich durch bereits hinterlegte Daten des betreffenden Amazon-Kontos Kaufabbrüche verringern, zum Anderen profitiert der Händler durch das große Vertrauen der Kunden gegenüber Amazon. Und davon bietet Amazon derzeit rund 130 Millionen.

Kann sich Amazon als Payment Anbieter etablieren?

Die Kosten für „Bezahlen über Amazon liegen etwa auf einem Niveau mit PayPal: Je nach Volumen werden zwischen 1,2 und 1,9 Prozent sowie einem Festbetrag von 35 Cent pro Transaktion fällig. Günstigster Anbieter der Spitzengruppe bleibt damit weiterhin Sofortüberweisung.de.

Ihre Meinung zum neuen Amazon-Bezahldienst

Sagen Sie uns, was Sie zu “Bezahlen über Amazon” denken. Neuer Big-Player, oder doch nur Randnotiz in einem besetzten Markt? Was sehen Sie aus Kundensicht als Vor- bzw. Nachteil? Wie würden Sie als Shopbetreiber reagieren? Einbinden? Abwarten? Was sind Ihre allgemeinen Gedanken? Wir freuen uns über Ihre Meinung in den Kommentaren.

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Alexander Köhler ist Geschäftsführer der eCommerce Agentur conpark. Die OXID- & Shopware Agentur ist auf die Konzeption, Beratung, Entwicklung und das Projektmanagement von eCommerce-Projekten spezialisiert. Alexander Köhler beschäftigt sich vorrangig mit Trends aus dem Bereich eCommerce, Social- & Mobile-Commerce sowie Wordpress. Als Mitherausgeber der eCommerce Lounge ist er zuständig für Presse- & Marketingangelegenheiten sowie der Betreuung des Autoren-Teams.

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Reaktionen Kommentare als RSS

  1. Roland 27. April 2011 um 12:40 Uhr

    Denke schon, dass solch eine Integration Sinn macht. Immerhin hat Amazon einen sehr guten Ruf – für Händler die in Amazon keine Konkurrenz sehen ist das perfekt. Ansonsten wohl eher nicht so förderlich.

  2. Roland Mücke 27. April 2011 um 13:44 Uhr

    Na das ist doch klasse für Amazon. Die Händler liefern alle Daten der Kundenbestellungen frei Haus.

    Amazon kann sein Sortiment bestens durch gut laufende Produkte erweitern und die kleinen Händler unterbieten. Perfekt! …für Amazon

    Roland

  3. Michael Wiechert 27. April 2011 um 14:54 Uhr

    Es kommt sicherlich immer auf die Zielgruppe drauf an.

    Mal unabhängig von der Frage was Amazon mit den Verkaufsinformationen oder umgekehrt Ebay mit den Paypal-Infos mach…

    Will ich den Kunden unbedingt im Checkout mit der Nase drauf stoßen, dass es auch noch Amazon gibt und er vielleicht auch dort bzw.dort auf dem Marktplatz hätte gucken können?

  4. Shopmee 27. April 2011 um 17:21 Uhr

    Ich denke die Angst ist unbegründet, da Amazon ja auch in diversen Preissuch/vergleichsmaschinen Mitbewerber ist. Für höherpreisige Online-Shops wird es mit Sicherheit ein zusätzliches Verkaufsargument sein. Für Marketplace-Händler alle mal. Und so schlecht sind die Konditionen ja nicht. Auf jedenfall ist das Amazon-Checkout ein spannendes Thema, was man als Betreiber oder Berater weiter verfolgen sollte.

  5. Herbert 27. April 2011 um 20:25 Uhr

    Auf Wiedersehen Paypal! Willkommen Amazon Payments…

  6. Christian 27. April 2011 um 23:06 Uhr

    Zwei Fragen an die Gemeinde:
    A) erhöht sich der Umsatz mit Amazon Payments und wenn, unter welchen Bedingungen
    B) ist der Mehrumsatz bzw. Mehrgewinn höher als die zusätzlichen operativen Kosten beim Handling eines weiteren Payment-Anbieters)?

    Unabhângig davon: Wie hoch ist der Marktanteil in anderen Ländern, in denen Amazon Payments früher gestartet ist?

    Ähnlich wie bei Google Checkout hört man nicht viel Markt von Amazon Payments.

  7. Fabfive24 28. April 2011 um 12:07 Uhr

    Gute Frage. Sicherlich ist es ein Problem wenn Amazon meine Daten übernimmt. Aber auf der anderen Seite wird es auch Kunden geben die von Amazon Marketplace kommen und direkt im Shop bestellen wollen. Ich rede da aus der Praxis. Dann muß der Kunde keine persönlichen Daten mehr eingeben und hat auch keine Angst um sein Geld. Er hat ja meistens gute Erfahrungen mit Amazon gemacht. Ich denke es ist eine Überlegung wert! Natürlich mit dem kleinen bitteren Nachgeschmack der Daten die an Big Brother Amazon gehen!

  8. Beobachtungen aus KW 17/2011 « Visuelle PR – Die Macht der Bilder 29. April 2011 um 10:49 Uhr

    [...] Mit einem eigenen Online-Bezahldienst fordert Amazon nun den Marktführer PayPal und den Dienst Sofortüberweisung.de heraus. Händler können den Bezahldienst mit dem Namen „Bezahlen über Amazon“ integriere. Amazon-Kunden können so dann auch leichter auf Drittseiten einkaufen, denn der Dienst nutzt die Zugangsdaten von Amazon und die dort hinterlegten Kundendaten. Mehr zum Amazon-Bezahldienst berichtet die Ecommerce-Lounge. [...]

  9. Robert 30. April 2011 um 10:35 Uhr

    Hallo, ich denke schon, dass PayPal hier einen riesen Konkurrenten bekommt. Ich habe doch sehr häufig bemerkt, dass vielen Leuten die Einfachheit und Sicherheit beim Einkauf sehr wichtig ist. Es ist aber nunmal so, dass fast jeder ein Amazon Konto hat, aber nicht jeder möchte sich nebenbei mal bei PayPal anmelden. Ich denke, die Online-Händler, wie auch Amazon profitieren hiervon.
    Ich bin seit einigen Tagen an der Integration in unsere Online-Shop Lösung. Leider ist die Dokumentation von Amazon an manchen Stellen äußerst dürftig und in anderen Stellen wieder unnötig ausschweifend. Auch bezieht sich die Doku noch auf die US-Version Amazon Checkout. Diese scheint nicht vollständig kompatibel zur europäischen Version zu sein…

    Gruß, Robert

  10. Steffen 1. Mai 2011 um 19:58 Uhr

    Ich habe Amazon Payments in ca. 1/2 Tag integriert, aber es stimmt; die deutschen Dokus sind nicht ausgereift. Dass Kundendaten an Amazon gehen, sehe ich nicht kritisch. Amazon Payments werden ja vor allem solche Kunden nutzen, die sowieso schon ein Amazon-Konto haben. Und alle Produktdaten, Umsätze, etc. bekommt Amazon auch nicht, weil vielleicht nur 10% meiner Kunden Amazon Payments nutzen.

  11. Marc H. 2. Mai 2011 um 17:44 Uhr

    Also Amazon scheint für die Payments keine “kleinen” Fische zu akzeptieren. Ich wurde abgelehnt ohne Begründung, in der Absage wurde nur auf die Nutzungsbedingungen verwiesen.

  12. Simon Köhler 2. Mai 2011 um 18:18 Uhr

    Werden in den Nutzungsbedingungen evtl. Produktkategorien oder so ausgeklammert?

  13. Robert 3. Mai 2011 um 21:53 Uhr

    Das ist eine gute Frage. Ich habe heute auch eine Ablehnung bekommen. Trotzdem komme ich noch ins SellerCentral. Meine Support-Anfrage wurde bisher auch nicht beantwortet. Ich befürchte, dass die noch ziemlich am Fehler-Suchen-Und-Beheben sind.
    Die PayPal Integration war auch eine Sache von wenigen Stunden, Amazon macht es leider etwas komplizierter.

  14. Steffen 3. Mai 2011 um 22:03 Uhr

    Auf meinem Xing-Profil war jemand von Amazon UK mit dem Titel “Risk Investigator”, bevor ich freigeschaltet wurde. Die prüfen vermutlich jeden Händler ganz genau ;-) Allerdings glaube ich nicht, dass der erwartete Umsatz eine Rolle spielt.

  15. Ingo 5. Mai 2011 um 16:41 Uhr

    Ich denke wie so oft im Leben, kann kaufmännische Vorsicht nicht schaden. Es gibt genug andere Zahlungsdienstleister.

  16. ShettyLand 14. Mai 2011 um 12:43 Uhr

    Hallo,
    wir haben die Integration von Amazon Payments inzwischen durchgeführt. Mit der XML-Schnittstelle und den IPN-Benachrichtigungen funktioniert der Amazon-Dienst genau so gut, wie PayPal. Sicherlich gibt es noch viele weitere Anbieter, aber viele sind unbekannt. Gerade in unserem Kundenkreis, der grundsätzlich eher etwas technikfremder ist, ist Amazon eine bekannte Marke.
    Wir sind daher gespannt, wie sich alles entwickelt…

    Beste Grüße!

  17. eCommerce advanced » Amazon Payments – Segen oder Fluch? Hier eine kleine Kritik 17. Mai 2011 um 20:14 Uhr

    [...] einseitige Berichterstattung gewundert / geärgert, wie beim Launch von Amazon Payments (z.B. hier, hier). Überall wird der neue Bezahldienst in den höchsten Tönen und mit den schönsten Worten gelobt, [...]

  18. Shopbetreiber sollten den Payment Bereich im Auge behalten « AdClicks-Agent.de 27. Mai 2011 um 11:14 Uhr

    [...] Zweifel haben, wenn sie bei kleineren Shops zum ersten Mal bestellen. Der Bezahldienst von Amazon nimmt die Angst: Die Abwicklung des Bezahlvorgangs findet über Amazon statt. Das Vertrauen in Amazon ist [...]

  19. Marketing für Besserwerber 10. Juni 2011 um 13:20 Uhr

    Amazon Payments für Amazon.de-Kunden…

    Aktuelle Studie des E-Commerce-Leitfaden-Teams zum neuen Bezahlverfahren „Bezahlen über Amazon“ erschienen Seit Kurzem steht die Zahlungsvariante „Bezahlen über Amazon“ auch in Deutschland zur Verfügung. Das E-Commerce-Leitfaden-Team hat in einer Befra…

  20. Henryk 20. Oktober 2011 um 00:43 Uhr

    Meine Erfahrung mit Amazon Payments sind durchaus positiv. Ich denke jeder sollte sich vernünftig überlegen, ob es zum Produktangebot passt und ob die Verwendung des Names “Amazon” eine gewisse Gefahr darstellt. Bei großen Händlern mit einer großen Amazon Produkt-Schnittmenge ist das sicherlich gegeben, für alle anderen kann Bezahlen mit Amazon aber durchaus ein interessantes Produkt sein.
    Mehr zu meinem Erfahrungswert in meinem Blog

  21. Das große Match um Mobile Payment (2): Spieler und Felder 17. April 2012 um 01:54 Uhr

    [...] hat Amazon bereits einen Bezahldienst gestartet, den man in Europa bisher nur nutzen kann, wenn Händler diesen Dienst integriert haben. In den USA ist der Handelsriese einen Schritt weiter und bietet über WebPay seinen Kunden [...]

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