Bei Rakuten in Japan werden bekanntlich eher große Brötchen gebacken. Die wachsende Einflussnahme im europäischen sowie amerikanischen Markt zeugen eindrucksvoll davon, dass man in Zukunft großes vor hat. Das gilt auch für den Verkauf über mobile Endgeräte. Nachdem hierzulande noch verhalten und teilweise unsicher auf die künftige Bedeutung des Mobile Commerce reagiert wird, hat man sich in Tokio längst entschieden: Rakuten sieht nicht weniger als einer Verneunfachung des Online-Sales-Volumens durch den M-Commerce entgegen.

Während Smartphones in den vergangenen Jahren Treiber dieser Entwicklung waren, erwartet die Rakuten Gruppe gerade durch die wachsende Beliebtheit von Tablet-PCs große Potenziale für den Online-Handel.

Auf unserer Reise nach Tokio (Reisebericht folgt in Kürze), wurde bereits deutlich, dass man sich in Japan nicht zu weit aus dem Fenster lehnt: Absätze von über 70% via Mobile-Device sind dort keine Seltenheit. In wie weit man hierzulande schon bereit dafür ist, wird sich zeigen – und nicht zuletzt daran liegen, wie man den Käufern das mobile Shoppen ermöglichen wird.

Shopgate – Mobile Shopping Leader

leitet das Product Management beim führenden Mobile Commerce Anbieter Shopgate. Vorher war Alexander Köhler viele Jahre Geschäftsführer der eCommerce-Agentur Conpark. Er beschäftigt sich vorrangig mit Trends und neuen Geschäftsmodellen im eCommerce, allem voran Mobile Commerce. Alexander Köhler ist zudem Mitgründer und -herausgeber der eCommerce Lounge.

  • http://www.randshop.com Michael Maaß

    Wenn man nur von den Tablet PCs ausgeht, auf jeden Fall auch in Deutschland.
    Bei Smartphones wird es sehr Branchenabhängig sein. Musik, Videos, alles was man so schnell runter laden kann ja aber Mode z.B. wohl eher nicht, da beibt es einfach zu umständlich.

  • http://couchcommerce.com Alexander Ringsdorff

    Tablets werden in Deutschland dem Mobile Commerce zum Durchbruch verhelfen. Auch wenn der meiste Umsatz nicht mobil sondern von zuhause aus ausgelöst wird, wo die Tablets als Shopping-Devices genutzt werden. Neben interessanten Second Screen Konzepten, wie eBay mit ihrer Couch Commerce App, wird auch der Anteil des Traffics auf Online-Shops per Tablet dieses Jahr stark wachsen. Shopbetreiber die sich mit der Optimierung ihrer Shops auseinandersetzen sollten sich unsere Lösung unter CouchCommerce.com ansehen.

  • Daniel Becker

    Die haben ja nicht mal eine mobile Webseite oder App in Deutschland… Wäre spannend zu wissen, was die da planen, denn es gibt da andere Unternehmen (Händler, Dienstleister, Agenturen), die schon viel weiter sind.

  • http://www.sandoba.de/ Robert Fischer, sandoba.de

    Dies dürfte ganz davon abhängig sein, was genau man als „mobile“ definiert. Werden auch die überwiegend stationär genutzten Tablets gewertet, dann ist eine extrem starke Steigerung der mobilen Umsätze wohl ohne weiteres zu erwartet. Dazu braucht man sich letztendlich nur die Steigerung der Absatzzahlen von iPad und Co. gegenüber PC/Notebooks anzuschauen. Normalnutzer wechseln immer mehr auf Tablets, zumindest im täglichen Einsatz so nebenbei, d.h. beim Online-Shopping in der Werbepause vor dem Fernseher etc.

    Wirkliche mobile Umsätze werden zwar ebenfalls steigen und aufgrund einer niedrigen Ausgangsbasis auch prozentual sehr stark, bis (und ob) aber ein überwiegender Teil der Sales von Smartphones und Co. erfolgt, dürfte es doch gerade in Dtl. noch einige Zeit dauern.

    Und natürlich eignet sich längst nicht jedes Produkt für einen Verkauf über mobile Endgeräte, gerade wenn Produkte erklärungsbedürftiger sind (Buch vs. Reise).

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