Aktuell bereiten sich Onlineshops und Internethändler auf das Weihnachtsgeschäft 2010 vor. Schon 2009 wurden Onlineshopsysteme mit neuen Features wie Produktvideos, Zoombilder und Filtermöglichkeiten attraktiver gestaltet, um bessere Konversionsraten zu erzielen. Mehr und besser aufbereitete Inhalte erfordern mehr Performance bei den Webservern. Nur mit schnellen Ladezeiten gelingt es, teuer erkaufte Besucher zu halten und zu Käufern zu konvertieren. Seit einigen Wochen diskutiert die Fachwelt zudem, wie ein schneller Webserver das Ranking bei Google beeinflusst.

Anfang April postete Google selbst auf dem hauseigenen Webmaster Central Blog, dass Ladezeiten und Servergeschwindigkeit ein Rankingfaktor beim Listing in den natürlichen Suchergebnissen hat. Das galt zunächst nur für Google.com, wird aber nach und nach weltweit ausgerollt – auf den wichtigen Märkten zuerst und der Deutsche ECommerce Markt gehört da sicher dazu.

So sind auch deutsche Internethändler gut beraten, die eigenen Responsezeiten der Onlineshops zu überprüfen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bei Onlineshops, wie auch bei Portalen kommt es dabei sowohl auf statische Inhalte, wie Bilder und Texte an, als auch auf Content der durch den Nutzer generiert wird, wie zum Beispiel Suchergebnisse. Zudem können mit dynamic site accelaration auch dynamische Inhalte wie Web-Applikationen schneller bereit gehalten werden.

Dabei muss nicht alles über den eigenen Webserver abgewickelt werden, denn im Rechenzentrum aufzurüsten ist mit Investitionen und Sach- und Personalkosten für den Unterhalt verbunden. Das Zauberwort heißt Content Delivery Network – CDN.

Bei einer CDN-Lösung werden alle Inhalte bei einem Dienstleister zwischengespeichert. Die Inhalte werden auf Wunsch sekündlich vom eigenen Webserver abgeholt und über das Servernetzwerk des Anbieters im www vorgehalten. CDN-Dienstleister wie Akamai, Cotendo oder Easy-CDN garantieren 100% Verfügbarkeit. Die Anbieter betreiben ein weltumspannendes Servernetz mit POP an den großen Backbones. Die CDN-Lösungen übernehmen zu dem das Loadbalancing und decken Zugriffsspitzen ab, ohne das Betreiber von Onlineshops oder Portalen 365/24/7 die Performance für die größte anzunehmende Last vorhalten müssen. Bei CDN-Lösungen wird „Pay-per-use“ abgerechnet, man zahlt also nur für den Traffic, den man tatsächlich verursacht hat.

Einmal konfiguriert übernimmt ein CDN nicht nur die webseitige Auslieferung von statischem und dynamischem Content. Viele Anbieter bieten auch DNS-Services an, was für international Tätige Internethändler von Bedeutung ist. Zudem kann man auch die Zugriffe über SSL-Verbindungen über fremde Server laufen lassen und so auch im Check-Out-Prozess Kaufabbrüche durch schnelle Ladezeiten und extrem hohe Verfügbarkeit garantieren.

ist freier Berater für eCommerce und Onlineshopping. Er entwickelte in verschiedenen Positionen bei alaTest, ekomi, idealo, Pangora und TrustedSops Kooperationen mit internationalen Onlineshops. Mit www.effective-commerce.de berät er Unternehmen bei der Integration von eCommerce-Lösungen als Solution Partner, insbesondere für AT-Internet, Cotendo, Eyequant & LiquidPixels. Renner Jones blogt zum Thema eCommerce unter www.fine-sites.de.

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