Das Thema Bezahlverfahren ist seit Jahren eines der Top-Themen im Online-Handel. Mit besonders innovativen Angeboten – die nur selten einen signifikanten Marktanteil erlangen – wird um die Gunst der Kunden gebuhlt. Der im deutschen Versandhandel etablierte Verkauf gegen offene Rechnung hat es bis dato noch nicht in alle Online-Shops geschafft. Spricht man das Thema an, entgegnen Verantwortlich nicht selten „Wir verkaufen meist an Leute unter 50 – für die ist das kein Thema.“ oder „Unsere Zielgruppe zahlt lieber mit Kreditkarte oder PayPal.“ Warum diese Aussagen an der Realität vorbeigehen, lässt sich an den folgenden fünf Gründen für den Rechnungskauf – auch für jüngere Zielgruppen – nachvollziehen:

Heute bestellen – nach Gehaltseingang bezahlen

Am Ende des Geldes ist häufig noch viel Monat übrig. Will man in dieser Situation ein Produkt bestellen, funktionieren Zahlungsweisen wie PayPal oder Lastschrift nicht. Der Kunde kann seinen Kaufwunsch nicht erfüllen – obwohl klar ist, dass er innerhalb der Zahlungsfrist einer offenen Rechnung wieder genügend Geld zur Verfügung hat.

Auswahlsendung bestellen – doppelte Liquidität nötig?

Insbesondere im Bereich der Bekleidung ist der Kunde gewohnt, die Auswahl zwischen verschiedenen Größen zu treffen. Im stationären Handel probiert er einfach zwei Größen an und bezahlt die eine, die ihm passt. Will der Kunde bei Bestellungen im Online-Handel eine Größenauswahl treffen, werden ihm beide bestellten Größen in Rechnung gestellt. Bei allen Verfahren, die das Konto des Kunden direkt belasten, muss er zunächst doppelt bezahlen. Um das zu umgehen, bestellten Kunden nicht selten nur eine Größe, sind unzufrieden und senden diese zurück, um eine andere Größe zu bestellen. Für den Händler ergeben sich Mehrkosten von mehr als 3 Euro durch den doppelten Versand.

Kreditkarten sind weit verbreitet – zuverlässige Zahlungsrahmen jedoch nicht

Sehr viele Menschen besitzen Kreditkarten und ein Teil von diesen Kreditkartenbesitzern nutzt seine Karte auch regelmäßig. Die Kreditkarte ermöglicht es dem Kunden, mehrere Umsätze im Monat zu tätigen, aber nur einmal im Monat auf dem Konto belastet zu werden. Auf den ersten Blick ist das eine tolle Alternative für eine Gruppe von Online-Kunden. Leider gibt es zwei Haken. Zum einen betragen die Zahlungsrahmen der Kreditkarten nicht selten nur 500 oder 1.000 Euro pro Monat. Zum anderen erfolgt die Erstattung von Retouren mit einer Wahrscheinlichkeit von 20-30% erst nach der Belastung des Girokontos. Beide Problemstellungen sorgen dafür, dass die Kreditkarte auch nur ein unvollkommenes Zahlungsmittel für die bei den Deutschen so beliebten Auswahlsendungen ist.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

Diese Weisheit entspringt nicht dem Online-Handel, sie spiegelt aber das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit in der Zusammenarbeit wider. Käufer möchten bei vertrauenswürdigen Shops bestellen, wünschen sich „Käuferschutz“ wie bei PayPal-Käufen auf ebay. Daher sind Garantie-Siegel und Shopbewertungen sehr beliebt. Das größte Vertrauen kann ein Käufer zu einem Online-Shop haben, der ihm vertraut. Das Risiko des Geschäftsabschlusses mit einem ihm unbekannten Partner ist (auf Käuferseite) minimiert, wenn bei der Bestellung keine Belastung von Konten erfolgt. Sollte die Ware nicht geliefert werden oder nicht den Wünschen entsprechen, so besteht keine Notwendigkeit, sein eigenes Geld zurückzufordern. Es ist schließlich noch da. Der Rechnungskauf ist somit die Königsklasse der Vertrauenssiegel und Garantien bei Bezahlverfahren im Online-Handel.

Die Ware wird gebraucht – jetzt!

Lieferzeiten sind ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium beim Online-Kauf. In vielen Branchen macht es Sinn, nur Produkte anzubieten, die auch sofort verfügbar sind. Der Kunde möchte das bestellte Produkt idealerweise am nächsten Tag in den Händen halten. Ist das nicht möglich, wird es für den Kunden attraktiv, sich dem stationären Handel zuwenden und dort nach einer Alternative suchen. Der Rechnungskauf wird für diejenigen Kunden, die mangels Kreditkarte oder PayPal-Konto bisher auf Vorkassezahlungen angewiesen waren, zum „Lieferbeschleuniger“. Dieses zahlt sich insbesondere bei Bekleidung oder Verbrauchsmaterial wie Druckerpatronen in Form einer deutlich höheren Bestellrate aus. Immer mehr Kunden akzeptieren dabei auch Gebühren für den Rechnungskauf.

 

ist Inhaber der Unternehmensberatung Dr. Clasen & Partner und betreut Firmen im eCommerce. So begleitete er den Internet-Start bedeutender Marken von www.aldi-blumenservice.de bis www.tommyhilfiger.de und unterstützt viele weitere eCommerce-Projekte vom Start-Up bis zur Marke. Seit Jahren widmet sich Dr. Clasen auch den Prozessen, die nach dem Bestellklick den Erfolg beeinflussen.

    • Tobias Mathes

      Potentielle Zahlungsausfälle und einen hohen Aufwand gibt es ja nur, wenn man sich nicht für einen Anbieter wie z.B. BillPay oder Billsafe qualifiziert.

  • http://www.ecommerce-services-consulting.de Bertold Raschkowski

    Der Kunde möchte sicher einkaufen. Der Händler möchte sicher (und schnell) an sein Geld kommen. Genau bereitet der Rechnungskauf die Kopfschmerzen: Nicht jeder Kunde kann oder will zahlen; selten gehen Rechnungsbeträge pünktlich ein.

    Mit dem Angebot des Rechnungskaufes erschließe ich mit Sicherheit neue Kunden- und Umsatzpotentiale. Gleichzeitig muss ich mir gründlich Gedanken über das Risikomanagement und die Limitsteuerung machen (welcher Kunde kann überhaupt bei mir auf Rechnung kaufen und wenn ja, bis zu welchem Betrag) und darf nicht vergessen, dass der Rechnungskauf vermehrt Kandidaten anlockt, die nicht zahlen möchten (je attraktiver das Produkt ist um so attraktiver ist er auch für diese Klientel).

    Rechnungskauf ja, aber aus Händlersicht nur zusammen mit den entsprechenden: Maßnahmen. Er soll sich schließlich rechnen ;-)

  • http://www.clasen-partner.com Ralf Clasen

    Ganz richtig: Rechnungskauf erfordert professionelles Vorgehen. Man braucht ein ordentliches Risikomanagement. Für Einsteiger und Sicherheitsbewusste gibt es inzwischen wirklich gute Zahlungsgarantien, die einem viel Arbeit abnehmen – und bezahlbar sind.
    Natürlich ist hier die richtige für jeden Shop auszuwählen. Wir arbeiten gerade an der aktuellen Marktstudie!

  • http://www.design-tischaufsteller.de/ Andreas

    Also ich persönlich ziehe PayPal sogar dem Rechnungskauf vor, da ich es einfach sehr bequeme finde und auch zurück buchen lassen kann.
    Ausserdem kaufe ich eh nur bei Trustedshops geprüfen Shops ein, also gehe ich auch kein Risiko ein.

    Grüße
    Andreas

    • http://www.clasen-partner.com Ralf Clasen

      Viele nutzen den Rechnungskauf nicht, weil sie vergessen zu bezahlen. Das sind aber Aussagen aus dem Elfenbeinturm hinlänglich vorhandener Liquidität;-)

      Retourniert man Ware – sicher 40% im Bekleidungsbereich – so ist es häufig auch einfacher nicht auf Erstattungen waren zu müssen, sondern statt dessen, zu bezahlen, was man behält.

  • Dominik P. Müller

    Der Rechnungskauf ist in meinen Augen nicht mehr zeitgemäß. Keine andere Zahlungsart nimmt so viel Zeit in Anspruch, wie der Rechnungskauf. Und Zeit hat heute eigentlich keiner mehr ;)

    Ich persönlich zahle fast ausschließlich mit Paypal…einfacher und schneller geht´s nun wirklich nicht mehr.

    • http://www.clasen-partner.com Ralf Clasen

      Das Argument „keine Zeit“ zieht immer noch. Allerdings aus meiner Sicht etwas anders. Die große Klientel in der Welt draußen, die kein PayPal nutzt – warum auch immer – und aus Gründen des Mißtrauens höchstens Vorkasse macht, um keine Zahlungsangaben im Internet zu machen, bekommt beim Rechnungskauf die Ware deutlich schneller.

      Ich möchte uns Netzfanatiker mal wieder auffordern, uns die Kunden anzuschauen. Hilfreich ist es dazu mal einen Tag im Call-Center die Betreuung zu übernehmen. Die Anfragen sind nicht immer kompatibel mit unserer Denkweise ;-)

      • Dominik P. Müller

        Es ist ja nicht nur der Faktor „Zeit“. Wenn ich mir manche Rechnungsnummern anschaue, gerade die von der Finanzkasse (Strafzettel etc. …nicht das ich je welche bekommen hätte ;), ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich mal ein Zahlendreher einschleicht und dann ist auf beiden Seiten das Chaos perfekt. Es ist nun nicht so, dass ich keinen Rechnungskauf nutze, aber wenn was anderes zur Verfügung steht, nutze ich lieber eine andere Zahlungsart :)

  • http://www.clasen-partner.com Ralf Clasen

    Rechnungsnummern ohne Prüfziffern deuten auf unprofessionelle Back-End-Software hin.

    Mit Prüfziffern und guter Software sollten mehr als 95% der Zahlungen automatisiert zu verarbeiten sein. Bei dem Rest kann eine gute Software unterstützen, so dass der Aufwand überschaubar bleibt.

    Ich gebe gerne zu, dass ich persönlich auch gerne mit Kreditkarte zahle – Nummer habe ich halt im Kopf ;-)

    Aber ich bin irgendwie nicht wie die vielen Menschen in der nicht-virtuellen Welt, mit denen wir unser Geld verdienen. Ich freue mich über jeden, der ein sicheres Zahlungsverfahren nutzt!

  • http://www.klauskrebs.com/index.php?option=com_virtuemart&Itemid=82&lang=de&vmcchk=1&Itemid=67 Klaus Krebs

    Paypal ist schon eine fantastische Sache. Bei meinem eigenen Webshop laufen ausschließlich downloadbare Artikel und die Bezahlung läuft immer über Paypal. Ich selbst kaufe ab und zu gegen Rechnung, aber eigentlich nur wenn der Shop nirgendwo eine Bewertung aufweist und der Betrag etwas größer wird.

  • http://www.clasen-partner.com Ralf Clasen

    Klar, solange Paypal läuft ist es toll. Gefährlich ist es, wenn die Produkte zufällig in Kuba entstanden sind:

    http://heise.de/-1287889

    Manche Anbieter ermöglichen sogar bei Download-Produkten inzwischen Zahlungsgarantien beim Verkauf gegen Rechnung. Die Kosten sind höher, weil die Beweisbarkeit der „Zustellung der Ware“ nicht einfach ist.

  • http://www.rechnung-bestellen.de Sascha Stranz

    Ein weiterer Grund auf Rechnung zu bestellen ist die Sicherheit der eigenen Daten. In Zeiten, in denen selbst große Handelshäuser Einbrüche in die Server oder Kundendatenbanken vermelden müssen, ist der Rechnungskauf einfach die sicherste Art online einzukaufen. Das einzige was mir hier an persönlichen Daten „geklaut“ werden kann, ist meine Adresse und ggf. auch meine Telefonnummer. Das ist auf jeden Fall besser als Bank-, Kreditkarten- oder Paypal Kontodaten.

    Die Gefahr liegt ja nicht nur beim Händler, schon auf dem eigenen System können die Daten abgefischt werden, da ist es doch besser vertrauliche Informationen überhaupt nicht einzugeben.

    Paypal ist für Händler bestimmt eine Alternative und in der Regel auch für Kunden. Aber irgendwie hatte jeder schon mal Probleme mit Paypal. Auch mit dem Käuferschutz muss man sich vor allem allein um eine Klärung bemühen. Beim Rechnungskauf kann es diese Probleme nicht geben.

    Die Zahlungsausfälle der Online Händler kann man mit etwas Erfahrung und Analyse der Gemeinsamkeiten bestimmt auf ein erträgliches Maß reduzieren. Da es aber immer noch Händler gibt, die erst nach einem bestimmten Betrag eine Adress- und Bonitätsprüfung vornehmen, werden Betrüger es weiterhin in jedem Shop probieren. Da sollte dann keiner von einem Riskmanagement sprechen und sich später über Ausfälle beschweren. Es wird natürlich auch immer wieder neue Tricks geben und man muss sich auf die neue Situation einstellen. Hier besteht aber kein Unterschied zum stationären Handel.

    Alles in allem ist der Kauf auf Rechnung für mich die erste Wahl, da alle vorher genannten Kriterien einfach unschlagbar sind.

  • http://www.openstorage.de Jörg Kreusel

    Ist es denn wirklich so, dass Kunden freiwillig Gebühren für den Kauf auf Rechnung bezahlen? Ich wäre nicht bereit, nochmals einen Betrag X (sei es ein Festbetrag oder ein prozentualer Aufschlag auf den Rechnungspreis) sozusagen als Sicherheitsgebühr zu bezahlen. Das ist ja fast schon so was wie eine Nachnahme-Gebühr, nur dass ich mir etwas Zeit mit dem Bezahlen lassen kann. Und wenn ich die Akzeptanz von Nachnahme in unseren Shops so sehe (5% – 10% aller Zahlungsarten), kann ich mir nicht vorstellen, dass dieses intensiv genutzt wird.

    Gibt es da schon verlässliche Zahlen über Billpay, SaferPay und wie die alle heißen? Würde mich mal sehr interessieren.

    Gruß
    Jörg Kreusel

  • http://www.vanillabanking.de/info/online-zahlungsarten-und-payment-service-provider/ Rob

    Man kann die eigenen Kunden von einem Kauf auf Rechnung abhalten, in dem man z.B. auf die Bezahlung von PayPal oder Sofortüberweisung ein Skonto von 5% gibt. Sparen will jeder und das zieht. Eine Top-Übersicht zu nahezu allen Zahlungsformen (auch Rechnungskauf) gibt es hier: http://www.vanillabanking.de/info/online-zahlungsarten-und-payment-service-provider/

  • http://www.moebilia.de/ Oliver

    Kauf auf Rechnung
    Ich betreibe einen Möbel Online Shop. Ich bin mir noch nicht sicher, ob wir Kauf auf Rechnung mit anbieten müssen! Als Zahlungmöglichkeiten bieten wir bereits: Vorkasse, Paypal, Sofortüberweisung, Nachnahme und Kreditkarte…Zudem sind wir auch noch Trusted Shop zertifiziert! Gibt es ein Mehr an Umsatz durch Kauf auf Rechnung? Oder verschiebt sich das nur, weil der Kunde dann nicht mehr per Nachnahme bestellt?
    Wer sind die besten Kauf auf Rechnung Dienstleister?
    Kann mir da mal jemand helfen, oder Erfahrungen mitteilen?!
    Danke…
    Gruß
    Oliver Velten

    • http://www.ecommerce-services-consulting.de/ Bertold Raschkowski

      @ Oliver:
      Zur Nachnahme: In einem mir bekannten Shop wurde die Nachnahme vor Jahren abgeklemmt nach dem die Annahmeverweigerungen weit über dem Durchschnitt lagen; die Kunden hatten schlichtweg nicht so viel (Bar-) Geld im Zugriff.

      Wenn Du Rechnung anbieten willst, wirst Du um ein Risikomanagement nicht drumherum kommen und musst Dir Gedanken über Mahnwesen und Inkasso machen. Als ersten Ansprechpartner kannst Du Deinen Logistiker nehmen; aus der Historie heraus kennt er sich auch mit Rechnungskauf aus (oder frage mich ;-). Ansonsten hängt es unter anderem von dem zu erwartenden Umsatzvolumen ab, wer als Dienstleister mit der passenden Lösung für Dich in Frage kommt.

      Es ist zu erwarten, dass Du durch eine zusätzliche Zahlungsart neue Kunden gewinnst; genauso wie Zahlungsarten sich auch untereinander kannibalisieren. Nach meiner Erfahrung gibt es keine verlässlichen Zahlen. Weder für das eine noch für das andere. Das entscheiden letztendlich Deine Kunden..

      Viele Grüße

      Bertold

  • http://www.rechnung-bestellen.de Sascha Stranz

    @Oliver
    Aktuell gibt es einige Factoring Anbieter, auf die schnelle würden mir paymorrow, klarna, billpay und billsafe einfallen. Diese Firmen übernehmen die Rechnungsabwicklung und das Risiko und verlangen dafür zwischen 4 und 5 Prozent. gibt es hohe Ausfälle, kann die Provision auch auf 7% steigen. Dazu gibt es eine Transaktionsgebühr von 1-5 Euro und natürlich eine Setupgebühr. Wenn dein Umsatzvolumen und deine Erfahrungen im Fraudmanagement besser sind, kann man natürlich selbst die Adress- und Bonitätsbewertung anhand einer eigenen Risikomatrix übernehmen. Nur hier ist wirklich ein sehr gutes Monitoring wichtig und man sollte sich nicht über Ausfälle ärgern, sondern daraus lernen.

    Da der Rechnungskauf sehr viele Vorteile für die Kunden hat und du mit dem Rechnungskauf das höchste Vertrauen genießt kann es deinen Umsatz steigern. Es wird natürlich auch eine Verlagerung von anderen Zahlungsarten geben. In der letzten Studie die ich in der Internetworld gelesen habe (aktuelle Ausgabe) bevorzugt die Mehrzahl der Frauen den Rechnungskauf. Ob diese Aussage belastbar ist, kann ich dir natürlich nicht garantieren.

    Für dich wird aber auch der Wettbewerbsdruck mitentscheidend sein, da viele deiner Konkurrenten den Rechnungskauf anbieten. Ich will hier nur ein paar nennen: heine, connox, Wenz, iovivo, ella home, woody möbel, livingo, Möbel Profi, …

    Egal, ob es ein Dienstleister wird oder du den Rechnungskauf selbst anbietest, lieber mit geringerem Risiko anfangen z. B. Rechnung ab 2. Bestellung und dort dann Erfahrungen sammeln. Danach kann man alles immer feiner einstellen, um zum idealen Ergebnis zu kommen. Bitte bei Einbindung der Factoring Anbieter unbedingt die AGB genau lesen und prüfen, ob du die Bedingungen mit deinem Shop erfüllen kannst, sonst bleibst du auf den Verlusten sitzen. Auch die Auszahlungsbedingungen müssen beachtet werden, hier gibt es sehr große Zeitunterschiede, die Zwischenfinanziert werden müssten!

  • http://www.clasen-partner.com Ralf Clasen

    @Oliver
    Aktuell bieten circa 20 Anbieter eine Zahlungsgarantie für den Rechnungskauf an. Da macht es Sinn, nicht nur auf die in der Werbung aktivsten zu schauen, wenn Sie nicht zu dem Anspruch Deines Shops passen.
    Bei Deinem Produktangebot würde ich klar differenzieren:
    1. Kleinteile, Lampen und „Geschenkartikel“ sind typische Artikel, die durch einen Rechnungskauf positiv beeinflusst werden können. Bei diesen Artikeln verkürzt Du für „konservative Zahler“ die Lieferzeit.
    2. Bei den hochpreisigen Artikeln wie Möbeln, würde ich auch über die Einführung der Ratenzahlung nachdenken, um die Hemmschwelle beim Erwerb niedriger zu machen.
    Sprich´ mich gerne an!

  • http://www.eins-zu-null.com/facebook-fuer-unternehmen Facebook Unternehmer

    Zahlung auf Rechnung ist doch echt od-skool – wenn ich die Zahlung aufschieben will, zahle ich per Kreditkart – den Kunden würde ich als Shopbetreinber die Möglichkeit per Rechnung nicht anbieten, da der Kosten und Arbeitsaufwand viel zu hoch ist.

    • http://www.clasen-partner.com Ralf Clasen

      @Facebook Unternehmer:
      Es gibt Systeme, mit denen man die komplette Abwicklung des Rechnungskaufs outsourcen kann. Sehr „old school“ ist es, wenn ich mir einen großen Kundenkreis erschließen möchte. Es gibt sehr viele Menschen, die keine Kreditkarte haben, oder nur 500 Euro monatlichen Zahlungsrahmen. Deutschland bleibt auch deshalb Rechnungsland, weil wir Weltmeister im Zurückschicken von Ware sind. Frag mal bei Zalando ;-)

  • http://rechnung-zahlen.de/ Yahor Kazella

    Mein Onlineportal listet alle Shops in Bereich dieser Bezahlart, kann nur sagen das Zahlungsmodalität „Kauf auf Rechnung“ sehr beliebt von Kunden, sicher und bequem ist.

  • http://www.per-rechnung-bestellen.com MB

    Da auch ich ein Verzeichnis habe, mit eben solchen Shops die auch den Kauf auf Rechnung anbieten, kann ich bestätigen dass nach wie vor sehr viele User nach Möglichkeiten bzw. Shops/Produkte suchen die eben den Rechnungskauf auch anbieten. Sei es von „schwarzen Schafen“ oder ehrlichen Käufern weiß ich nicht. Fakt ist aber dass diese Bezahlvariante immer noch die beliebteste is, was Studien sicherlich belegen.

  • http://www.noteboox.de/ VH

    Beruflich ist mir Vorkasse/Überweißung am liebsten da leider die Zahlungsmoral mancher Kunden auf Rechnung zu wünschen übrig lässt.

  • http://www.clasen-partner.com Ralf Clasen

    Klar, Kauf auf Rechnung ist ein Risiko. Genau genommen sind es zwei Risiken:
    1. Es kommt zu Zahlungsstörungen, weil der Käufer nicht über die notwendige Liquidität verfügt.
    2. Es kommt zu Betrug. Betrüger wollen die Ware bekommen, ohne die Absicht zur Bezahlung zu haben.
    Auf beide Fälle muss der Shop-Betreiber gut vorbereitet sein: Ob nun mit einem eigenen Risikomanagement oder dem Outsourcing zu einem Anbieter solcher Lösungen.
    Das Risiko ist bei der Auswahl der richtigen Partner kalkulierbar und klar nach oben zu begrenzen.

  • http://kaufaufrechnung.eu Kareu

    Meiner Erfahrung nach ist es nun mal einfach so das man bei dieser Bezahlweise einen sehr hohen Prozentsatz an Fällen hat, wo einfach nicht bezahlt wird, die Artikel zurückgeschickt werden oder sonstiges.
    Man muss sich auf jeden Fall überlegen ob man so etwas will.
    Schade ist nur dass natürlich eher kleinere Shops sich dieses Risiko nicht leisten können…

    • http://www.rechnung-bestellen.de Sascha Stranz

      Hallo Kareu,

      die Nachteile für den Händler sind aber auch die Vorteile für den Kunden. Einige Händler ermutigen sogar die Kunden z. B. eine Größenauswahl zu bestellen, was ein Kunde nicht machen würde, wenn er vorab zahlen muss. Die Anzahl der Rücksendungen steigt hierdurch, aber es steigen auch die Chancen, dass der Kunde ein Produkt behält.

      Letztendlich muss man immer eine Mischkalkulation machen und das Ergebnis im Auge behalten. Retouren bedeuten ja auch eine Chance für den Händler. Er bekommt, wenn er nachfragt, die Retourengründe und kann hierdurch die Qualität seines Shops verbessern. Sei es durch eine Anpassung der Produktinformationen oder die Deaktivierung von Produkten, die vom Kunden nicht geschätzt werden.

      Natürlich muss jeder Händler prüfen, ob es sich lohnt. Meiner Erfahrung nach, gibt es immer mehr kleine Händler, die den Schritt wagen. Die Studie von Ralf Clasen zeigt ja den gleichen Trend.

  • http://www.clasen-partner.com Ralf Clasen

    @Kareu Klar geht die Rücksendequote etwas nach oben. Die meisten Shop berichten allerdings nur von minimalen Steigerungen, die durch die deutlich bessere Conversion-Rate voll kompensiert werden.
    Das Thema der nicht bezahlten Rechnungen ist ein wichtiges – für kleine und für große Shops. Da helfen Zahlungsgarantien, die auch für kleine Shops verfügbar sind. Eine aktuelle Marktstudie findest Du kostenlos unter http://www.clasen-partner.com/zahlungsgarantie [Ende der Werbeeinblendung]

  • http://www.kauf-auf-rechnung24.com Jenny

    Kann es sein, dass immer mehr Shops Rechnungskauf anbieten ? Wenn ich mal die Shoppinglandschaft betrachte, fällt mir dieses Zahlart immer mehr auf. Ich denke mit Anbietern wie Klarna haben die Shopbetreiber auch eine Alternative zur Risikominimierung.

  • http://www.clasen-partner.com Ralf Clasen

    @Jenny: Ja so ist es. Der Rechnungskauf ist auf dem Vormarsch und es gibt eine ganze Reihe von Anbietern, um das Risiko in den Griff zu bekommen. Vielleicht magst Du einen Blick in unsere Marktstudie werfen, um Dich zu orientieren. Sie ist kostenlos verfügbar unter http://www.clasen-partner.com/zahlungsgarantie

  • http://www.schuhe-auf-rechnung-kaufen.de Jürgen

    Laut Bitkom ist der Rechnungskauf in Deutschland die beliebteste Zahlungsart. Kein Wunder, das ist nun mal die sicherste Zahlungsweise für den Kunden. Ich hoffe das Klarna und Co. dazu betragen können, auch für die Händler mehr Sicherheit zu schaffen.

  • Roger

    Für Händler sicherheit zu schaffen? Ich denke beim Händler die Ware sowiso Versichert sind oder die Risiko übernimt Billsafe Unternehmen. Das gillt auch genau beim Schuhe auf Rechnung Kauf http://schuhe–auf-rechnung.de/ . Die sicherste Einkaufsmethode.

    Mit Besten Grüße,
    Roger

  • http://payolution.com/home/de Susanne Hüttner

    Hallo!

    Ihr sucht die Zahlungsart „Kauf auf Rechnung“ oder „Ratenkauf“ inklusive Ausfalls-Übernahme für euren Web-Shop sowohl für B2C als auch für B2B?

    Dann sprecht mit UNS – den Spezialisten für „Kauf auf Rechnung“ sowie „Ratenkauf“ in Österreich, Deutschland und der Schweiz

    http://www.payolution.com

    Bei Interesse freue ich mich auf eure Mail!

    Schöne Grüße!
    Susanne Hüttner

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