Eine aktuelle Online-Shop-Studie der Aufgesang Inbound Online Marketing GbR führt es uns vor Augen: Die Sichtbarkeit der 177 umsatzstärksten Online-Shops Deutschlands hängt immer noch stark am „Tropf“ organischer Suchergebnisse, während Social Media jedoch stärker in Sichtweite der Shop-Searchs rückt und auch die Wirkung der Werbeschaltungen (Paid Traffic) zugunsten steigender Universal Search Traffic-Anteile abnimmt. Insgesamt und im Schnitt betrachtet, weisen Komplettsortiment-Shops mit Abstand die höchste organische Sichtbarkeit auf. Shops für Kleidung, Heimwerker und Elektronik folgen, wenn auch mit gebührendem Abstand.

Die Liaisons der Shop-Betreiber mit den jeweiligen Traffic-Lieferanten wurde bei der Studie detailliert und für 12 unterschiedliche Branchen (Arzneimittel, Auto- & Motorrad-Zubehör, Medien, Elektronik, Kleidung, Komplettsortiment, Spielwaren, Möbel, Büroausstattung, Tiernahrung, Heimwerker und Kosmetik) beleuchtet. Untersucht wurde dabei, wie sich der Einsatz von SEO (Suchmaschinenoptimierung), SEA (Suchmaschinenwerbung) und Social Media auf die Sichtbarkeit der Shops auswirkt – und natürlich am Ende auch auszahlt.

Verteilung des SEM-Traffics nach Shop-Art. ©Aufgesang E-Commerce-Studie 2014

Verteilung des SEM-Traffics nach Shop-Art. ©Aufgesang E-Commerce-Studie 2014

Googles organische Suchtreffer: Zwölf Branchen – ein Sieger
Quell von 81,66 Prozent allen Traffics ist und bleibt Google und die dort erzielten organischen Suchtreffer – bei allen 177 untersuchten Online-Shops aus 12 unterschiedlichen Branchen. Hier lässt sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gar ein leichter Anstieg von fast 3 Prozent beobachten. Es folgen (AdWords)-Paid Search (9,34 Prozent) und Universal-Search-Ergebnisse (9,05 Prozent) als beste Weichen für das gezielte Lenken des Besucherstroms. Zudem bemerkt die Studie, dass sich „beim taktischen Einsatz von Online-Marketing verstärkt branchenspezifische Strategien mit unterschiedlich gesetzten Schwerpunkten ausmachen lassen.“

Regionale Sichtbarkeit steigt. ©Aufgesang E-Commerce-Studie 2014

Regionale Sichtbarkeit steigt. ©Aufgesang E-Commerce-Studie 2014

Shops setzen vermehrt auf Social Media
Neben den üblichen Verdächtigen wertiger Visibility etablieren sich jedoch auch die Social Media als Traffic-Lieferanten und hier allen voran Facebook als meistgenutzter Kanal, vor allem für Online-Shops aus den Bereichen Kleidung, Komplettsortiment und Spielwaren. Google+ setzt in den Branchen Auto- und Motorradzubehör, Elektronik, Möbel, Büroausstattung und Medien zudem erfolgreich zum Überholmanöver über Twitter an und sichert sich einen signifikanten Anteil in Sachen Sichtbarkeit der Shops.

Social Media und Sichtbarkeit. ©Aufgesang E-Commerce-Studie 2014

Social Media und Sichtbarkeit. ©Aufgesang E-Commerce-Studie 2014

Und was gibt es sonst so zu sehen?
Einiges – und zwar in Bildern und Videos, übrigens auch regional betrachtet. Denn laut den Ergebnissen der Aufgesang-Untersuchung rücken Google-Places- bzw. Maps-Einträge gerade für Online-Shops aus den Bereichen Heimwerker- und Auto-Zubehör- und Komplettsortiment immer stärker in den Fokus der Sichtbarkeitsaktivitäten. Auf Videos und Bilder für bessere Visibility hingegen setzen neben den Heimwerker- und Komplettsortiment-Shops auch jene aus den Kategorien Medien und Möbel.

Die Sieger der Sichtbarkeit. ©Aufgesang E-Commerce-Studie 2014

Die Sieger der Sichtbarkeit. ©Aufgesang E-Commerce-Studie 2014

Maps und Video-Anteil im Vergleich. ©Aufgesang E-Commerce-Studie 2014

Maps und Video-Anteil im Vergleich.©Aufgesang E-Commerce-Studie 2014

ist Autor, Blogger, Journalist, Redakteur und Texter. Für die eCommerce Lounge schreibt er Beiträge zu Themen des eCommerce.

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