Mit einem Wert von 51,4 Prozent nutzen laut einer vom EuPD Research und PayPal Deutschland durchgeführten Studie erstmals mehr Kunden den Service der Payment Network AG, als den der eBay-Tochter PayPal mit derzeit 47,5 Prozent. sofortüberweisung.de avanciert damit zum meist genutzten E-Payment-Verfahren bei Online-Shoppern. Hauptkonkurrent giropay kam lediglich auf 7,2 Prozent, Click & Buy erreichte etwas mehr als 15 Prozentpunkte.

Besonders junge Shopper unter 30 Jahren bevorzugen sofortüberweisung.de – in dieser Altersgruppe haben 66,7 Prozent bereits den Online-Bezahldienst genutzt. Entscheidende Kriterien für die Nutzung sind laut Studie vor allem Schnelligkeit und Komfort.

Weiterhin Spitzenreiter ist PayPal bei Einbindung in Online-Shops. Etwa 75 Prozent der Shopbetreiber bieten den Bezahldienst derzeit an. Kredit- bzw. Kundenkarten folgen mit 47,4 Prozent, sofortüberweisung.de mit 31,1 Prozent. Etwas abgeschlagen folgen Moneybookers (8,7%), Click & Buy (7,1%) sowie giropay mit 6,7 Prozent.


Zum Vergrößern anklicken (Bildquelle: Payment Network AG)

Grundsätzlich ist die Erweiterung des Bezahlportfolios sehr positiv zu bewerten: 80,3 Prozent der befragten Händler konnten nach der Implementierung neuer Payment-Verfahren Umsatzsteigerungen verzeichnen.

Generell gewinnt das Internet im Vergleich zu 2009 als Absatzkanal für den Handel zunehmend an Bedeutung. Vor allem große Händler, die bisher stark auch auf andere Vertriebskanäle setzten, nutzen verstärkt das Internet. Im Versandhandel werden aktuell sechs von zehn Euro über den E-Commerce eingenommen. Insgesamt führte das EuPD Research in der bundesweiten telefonischen Befragung 1.020 Interviews mit Online-Nutzern zum Einkaufs- und Bezahlverhalten. 508 Online-Händler wurden bezüglich der von ihnen genutzten Payment-Verfahren befragt.

Shopgate – Mobile Shopping Leader

leitet das Product Management beim führenden Mobile Commerce Anbieter Shopgate. Vorher war Alexander Köhler viele Jahre Geschäftsführer der eCommerce-Agentur Conpark. Er beschäftigt sich vorrangig mit Trends und neuen Geschäftsmodellen im eCommerce, allem voran Mobile Commerce. Alexander Köhler ist zudem Mitgründer und -herausgeber der eCommerce Lounge.

  • Respekt, respekt! Ich habe sofort-Überweisung zwar selbst noch nicht genutzt, aber der Grund warum giropay gegen sie klagt, dürfte ja jetzt klar sein!

  • Tobias Schütt

    Ganz ehrlich? Ich habe es jetzt mehrfach versucht und es hat nie funktioniert. Wieviele von den 50% kaufen also wirklich mit sofortüberweisung und bei wievielen bricht es ab??

  • Marcel

    Wenn man bedenkt, dass bei jeder Bezahlung mit SofortÜ man seine persönlichen, geheimen Logindaten fürs eigene (!) Onlinebanking diesen „überlässt“, zeigt diese Zahl, dass die Menschen sich des Risikos nicht bewusst sind. Ja vielleicht ist bis jetzt nichts passiert, aber wenn es mal was passiert (und die Erfahrung zeigt, dass es nur eine Frage der Zeit ist), dann werden da ganz brisante Kontodaten mit Login + Passwort über Millionen Nutzer unterwegs sein.

  • Nützt doch niemandem was, nur mit den Logindaten kann man keine Überweisung machen!
    Dafür wäre min. eine TAN notwendig und die hat SÜ nur einmal in dem Moment in dem der Bezahlvorgang läuft. Im Anschluß kann man diese TAN gern veröffentlichen, die nützt niemandem mehr etwas.

    Allerdings ist es natürlich schon so eine Sache mit den Daten, daher hat SÜ ja auch die Probleme mit den Banken und deren offiziellem Zahlungsmittel Giropay.

  • Marcel

    @H.P.
    Nein, damit kann man nichts anstellen. Dann kannst du mir bitte Deine Login-Daten fürs Banking doch einfach überlassen, oder? Stell Dir dazu einfach vor, ich würde bei SofortÜ arbeiten und gebe eh diese Daten (in Deinem Namen und an Deiner Stelle) auf die Onlinebankingseite Deiner Bank ein um die Überweisung zu tätigen. Ich bezweifle ernsthaft, dass man sich beim genauen Nachdenken dafür begeistern kann.

    PS: Und nur weil man harmlose Kontobewegungen hat bedeutet nicht, dass man auch nur die Möglichkeit eröffnen möchte, dass Andere ohne Wissen das lesen können. Doch genau das kann man nach einer Bezahlung mit SofortÜ nicht mehr 100% ausschließen. Dort sitzen auch nur Menschen die manchmal Mist bauen – trotz aller TÜV-Zertifizierungen der Welt.

  • Also nochmal, denn ich weiß nicht ob Du Onlinebanking betreibst.
    Mit den Zugangsdaten kann man sich einloggen und ohne weitere Daten angeben zu müssen beispielsweise Kontoauszüge einsehen. Für alles was Kontobewegungen anbelangt sollte die Bank jedoch min. eine TAN verlangen.

    Bedeutet im Klartext das mit den Zugangsdaten allein keine Überweisung möglich ist!

    Da die TAN die man bei SÜ eingeben muss für die Transaktion verwendet wird ist sie anschließend nicht mehr zu verwenden da TANs nur einmalig verwendet werden können. Erweiterungen des TAN Mechanismus, beispielsweise die Verwendung mehrerer TANs für eine Transaktion bzw. die willkürliche Vorgabe der gewünschten TAN seitens der Bank erschweren die Verwendung einer gültigen TAN, eine abgelaene TAN ist nur eine Zahl. 12345 beispielsweise, könnte glatt die letzte TAN gewesen sein die ich verwendet habe. Anfangen kann damit niemand etwas.

    Ich gebe zu das die Preisgabe der Zugangsdaten sowie die Übergabe min. einer TAN so eine Sache ist, verstößt gegen die AGBs der Banken, und trotzdem, SÜ existiert und wird benutzt. Das eine TÜV Zertifizierung in diesem Zusammenhang für den ein oder anderen ein sehr großes Fragezeichen aufwerfen kann, nunja, man frage diesbezüglich den TÜV.

    Niemand wird gezwungen SÜ zu benutzen, selbst Giropay hält vergleichsweise still (der AGB Verstß sollte eigentlich ausreichen um SÜ zu killen, von der Tatsache das Giropay als offizielles Bankensystem Konkurrenz benötigt, sonst böses böses Monopol, ganz zu schweigen). SÜ hat für etwas Bewegung im festgefahrenen Paymentmarkt gesorgt (spätestens durch die Tatsache das die sich nicht einfach an den Kosten für Kreditkarten orientiert haben), das zumindest ist nicht zu bestreiten.

    Btw., das gleiche Problem ast Du mit Deiner Bank oder mit Giropay, wenn irgendein ITler Dein Konto leerräumen würde was dann? Sind auch nur Menschen. :-)

  • Marc H.

    Mich würde interessieren wie diese 25,2 % bei „Sonstige Online Bezahlsysteme“ zustande kommt? Viel mehr andere als die bereits genannten gibt es ja nicht, oder?

  • Oh doch!

    Solltest Dir mal den Markt anschauen, gibt jede Menge kleinerer Bezahlsysteme.
    Zudem gibt es plattformen die man mieten kann und die die Infrastruktur stellen, damit könnte theoretisch jeder einen Bezahldienst aufstellen.
    Dann kommen noch die Bezahldienste der Banken dazu, beispielsweise Wirecard oder Worldpay. Von den Micropayments ganz zu schweigen, in diesen Markt sind die beiden „Großen“ erst recht spät eingestiegen. Dann hätten wir noch den Bereich Mobile Payments, da gibt es zwar noch recht wenig, nichtsdestotrotz ist der vorhanden.

    Btw., auf Heise kam heute ein Beitrag das PayPal die Cashcow des eBay Konzerns geworden ist und tolle Zuwächse verzeichnen konnte. Würde ja bedeuten das es einen heftigen Anstieg des Gesamtvolumens geben müsste, nicht?

  • Hans Schmidt

    Die Zahlen glaubt doch wohl niemand, oder? Vermutlich wurden hauptsächlich die Haendler von sofortueberweisung befragt. Und alleine mit der Pin kann ich jeden Kontoauszug abfragen.

  • Marcel

    @H.P.
    Ich bin auf dem selben Level wie du, was die technische Verwendung von Onlinebanking betrifft. Über wie das funktioniert brauchen wir also keine Details mehr auszutauschen.

    Was ich tatsächlich nicht verstehen kann, ist wie man diese Tatsachen verdrängen kann (nicht Du speziell – ganz allgemein):

    1. Login + Passwort fürs Onlinebanking gibt man nicht heraus. Was die AGB der Banken sagen UND dass Giropay die selbe Methode verwendet spielt keine Rolle: _diese Daten gibt man nicht heraus_!

    2. SofortÜ ist eine X-beliebige IT+Payment-Firma! Sie sind nicht an die Vorgaben die z.B. für Banken oder Geldinstitute gelten gebunden. Für sie gelten selbst erstellte „Sicherheitsvorkehrungen“ die wohl der TÜV überprüft hat. Das ist nicht annähernd so wie bei einer Bank. Auch die Auswahl der IT-Mitarbeiter die Zugriff auf Deine Kontodaten haben, wird nicht so streng gehandhabt wie bei einer Bank.

    3. Wenn SofortÜ diese Streitigkeiten gewinnt, werden übermorgen Klone entstehen, denn das Geschäft scheint gut zu laufen. Dann haben wir die „GleichBezahl.de GmbH“, die „SuperSofortBezahl GmbH“ und viele mehr. Alle wollen PIN+TAN und alle werden tolle TÜV + Sonstwas-Zertifizierungen vorweisen. Gibst du denen auch deine PIN+TAN? Fangen wir dann an, die Herausgabe dieser wichtigen Daten an „jeder Ecke“ normal zu finden?

  • 1020 Nutzer mögen zwar als repräsentativ gelten, die Zahlen sind es sicher nicht!
    Viele kennen SÜ vermutlich nicht und verwechseln da etwas mit “ ja, ich habe sofort überwiesen“.
    Ich würde im Leben nicht Sofort-Überweisung nutzen und mich auf einer bankfremden Seite in mein Konto einloggen!

  • @ Marion: Interessanter Ansatz.. ;-)

    Eins sollte man aber vielleicht nicht vergessen. Die Befragung erfolgte ja in Kooperation mit PayPal, die werden schon darauf geachtet haben, dass dieser Fehler so nicht vorkam..

  • @Marcel

    Naja, die Möglichkeit besteht schon seit längerem, bislang hat noch niemand davon Gebrauch gemacht.
    Ist auch gar nicht notwendig denn die Dienste von SÜ kann man über die verfügbaren Mietplattformen mitnehmen, eine Eigenentwicklung wird da so schnell keiner machen.

    Übrigens stimmt das mit der Bindung nicht ganz denn SÜ hat mittlerweile eine eigene kleine Bank. Aber das mal nur nebenbei, prinzipiell gebe ich Dir ja recht das man seine Daten nirgendwo hinterlassen sollte.
    Aber Tatsache ist das es oft gemacht wird und das SÜ bislang nicht zu stoppen war obwohl das eigentlich juristisch und/oder technisch keine Problem sein sollte. Insofern stellt sich ja nun die frage warum das so ist. nicht?

    Was die Herausgabe wichtiger Daten an jeder Ecke anbelangt, willkommen im Jahre 2010 wo dieses Vorgehen an der Tagesordnung ist. Egal wo, mit Daten wird heutzutage sehr bedenkenlos vorgegangen, da stören offenbar auch eine Menge Datenskandale nicht. Die ach so strengen Richtlinien von Banken und anderen Unternehmen möchte ich da nicht als Richtschnur nehmen, die Auswahl an Sündern umfasst mehrere DAX Unternehmen genauso wie Kreditkartenunternehmen, Supermarktketten u.s.w.. Mag schon sein das es Dir wichtrig ist Deine Daten nur Deiner stets vertrauenswürdigen Bank zu übergeben, aber letztendlich spielt es wohl kaum eine Rolle ob die oder jemand anderes Mißbrauch damit betreibt, oder?

  • marcin

    ich weis nicht wie es in deutschland ist, aber in der schweiz verwenden die banken fuer jedes login eine pruefzahl die zuffaelig generiert wird. z.b. bei creditsuisse , postfinance, kantonalbanken….. ich kenne keine ohne das Verfahren. d.h.
    1.) login
    2.) passwort
    3) zuffalspin von einem digitalenschluessel oder pinkarte.
    erst dann kann man sich einlogen.

    Da das login ean eine session gebunden wird, ist nochmaliges login nicht moeglich.

    ich denke in deuschland wuerde jede bank die zusammenarbeit mit sofortuberweisung unterbinden, wenn der diestleister sich mal selber einloggen koennte.

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