Der US Senat hat mit deutlicher Mehrheit für die Einführung einer sogenannten Internet Sales Tax gestimmt. 69 Senats-Mitglieder stimmten dabei für den “Marketplace Fairness Act” und nur 27 dagegen. Bereits Ende März wurde in einer nicht-bindenden Abstimmung ein entsprechendes Gesetz befürwortet. Der Gesetzentwurf wird nun an das Repräsentanten-Haus zur Revision weitergereicht.

Unterstützer der Ecommerce-Steuer verteidigen den “Marketplace Fairness Act” als Schutzmaßnahme für den stationärem Einzelhandel, der bisher im Gegensatz zu reinen Online-Händlern Absatz-Steuern in Millionenhöhe zahlen muss. Das neue Gesetz soll einzelnen US Bundesstaaten zugestehen Online Pure Player ebenfalls zu besteuern, welche bisher aufgrund des Steuervorteils gegenüber stationären Einzelhändlern einen Wettbewerbsvorteil haben sollen. Eine entsprechende Steuer wird bereits seit langem von Lobby der National Retail Federation gefordert, die sämtliche großen stationären Händler wie OfficeMax, Macy’s und And Saks vertritt.

Steuer-Dschungel und Start-Up Bremse

Gegner des Gesetzvorschlages befürchten jedoch einen Steuerschlüssel-Labyrinth und bürokratische Flaschenhälse für den E-Commerce, allen voran für die Gründerszene und junge Start-Ups. Eine von eBay und der Internet Lobby Netchoice (repräsentiert Facebook, Yahoo und AOL) angeführte Allianz der größten Online-Händler das Gesetz anzufechten. Laut Informationen des Branchendienst Techchrunch wird es für die Opposition allerdings schwer ein entsprechendes Gesetz auf lange Sicht zu verhindert. Allerdings wird für eine Steuerfreiheit für Start-Ups, deren Umsatz unter 1-10 Millionen US Dollar liegt gekämpft um den aufstrebenden Sektor nicht unnötig zu schwächen.

Der Vorsitzende des Justiz-Ausschusses des Repräsentanten-Hauses, Bob Goodlatte, äußerte sich in einer offiziellen Stellungnahme, dass es bis zu einem finalem Gesetzentwurf noch „ein langer Weg sei und sämtliche Definitionen, Steuerraten sowie Alternativen noch ausführlich geprüft werden müssen.

ist Redakteur der eCommerceLounge und freier Mitarbeiter der Adrian Hotz E-Commerce Beratung. Er beschäftigt sich mit den Themengebieten E- und M-Commerce, sowie Social Media. Aktuell studiert er an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona mit dem Studienziel M.Sc in International Business.

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