Viele Shopbetreiber, die mehr aus ihrem Shop herausholen möchten, werten Statistiken aus, optimieren ihre Adwords, schalten immer noch schönere und größere Werbebanner und erhöhen am Ende das tägliche Adwords-Budget. Das ist jedoch nicht der einzige Weg, um die Shopumsätze zu erhöhen: oft genügt es schon, in den eigenen „vier Wänden“ zu optimieren, um eine spürbare Verringerung der Abbruchraten und gleichzeitig eine Steigerung der Umsätze zu erzielen.

„Usability“ heißt das große Schlagwort in diesem Zusammenhang. Damit gemeint ist die Optimierung des Onlineshops zur Steigerung der Conversion Rate, also der Umwandlungsrate von Klicks zu Käufen. Eine gute Usability führt dazu, dass Abbrüche von potenziellen Käufern verhindert oder reduziert werden. Diese Verbesserung der Benutzbarkeit, die immer noch viele Shopbetreiber vernachlässigen, ist inzwischen sogar zu einer eigenen Dienstleistung vieler Softwareunternehmen aus der eCommerce Branche geworden.

Den eigenen Onlineshop hinsichtlich der Usability genauer zu betrachten lohnt sich in jedem Fall: schon mit dem Einsatz eines Conversion Tracking-Tools und einer konsequenten Auswertung der Ergebnisse kann der Shopbetreiber untersuchen, wieviele Besucher an genau welcher Stelle den Bestellvorgang abbrechen. Anschließend gilt es natürlich zu analysieren, wo die Ursachen für ein Verlassen des Shops liegen.

Oft sind die Gründe relativ banal: zu hohe Versandkosten, fehlende Optionen bei der Zahlungsart, keine klaren Angaben zu Lieferzeiten oder -gebühren. Auch wenn die Feinheiten einer Usability-Analyse schon auf der Startseite anfangen – der Shopbereich mit dem höchsten Optimierungspotenzial, in dem sich bereits mit kleinen Änderungen ein positiver Effekt erreichen lässt, ist der Bestellvorgang.

Dass der Shopbesucher auf einen Blick den Weg zur Kasse finden sollte, ist eigentlich selbstverständlich, dennoch gibt es nach wie vor Onlineshops, die den Eindruck erwecken, als hätte man sich Mühe gegeben, den Start zum Bezahlvorgang möglichst gut zu verstecken. Ist der User im Kassenbereich, erwartet er dort eine klare und übersichtliche Struktur. Der Einsatz von Scrollbalken sollte hier möglichst vermieden werden, ebenso ist zuviel Text auf den Seiten eher kontraproduktiv. Optimaler Weise wird der Kunde intuitiv zum nächsten Schritt geführt. Eine sogenannte intuitive Benutzerführung kann durch den gezielten Einsatz von Signalfarben, eine auffallende Größe der entsprechenden Buttons und klare, einfach gehaltene Anweisungen realisiert werden. Außerdem sollten Shopbetreiber die folgenden Punkte beachten:

Platzieren Sie Fehlerhinweise groß und gut sichtbar

Halten Sie den Bestellvorgang transparent und verständlich. Auf keinen Fall sollte der Eindruck entstehen, dass etwas verschleiert oder beschönigt wird. Sobald der User dies entdeckt oder vermutet, wird er unsicher und bricht möglicherweise den Bestellvorgang ab

Bieten Sie telefonischen Support! Falls ein potenzieller Kunde sich seiner Sache nicht sicher ist, kann ihm eventuell telefonisch geholfen werden. Kontaktformulare an diesen Stellen verzögern die Antwortzeiten zu sehr und sind daher nicht geeignet

Begeistern Sie Ihre Kunden durch kurze Lieferzeiten! Je schneller Sie liefern, desto mehr Zufriedenheit lösen Sie beim Kunden aus (Viking, ein Anbieter von Bürobedarf, hat es beispielhaft vorgemacht – vormittags bestellt und oft wird schon am gleichen Tag nachmittags geliefert). Falls Sie kurze Lieferzeiten anbieten können, kommunizieren Sie das deutlich!

Zeigen Sie am Ende des Bestellvorgangs dem Kunden nochmals alle Informationen seiner Bestellung übersichtlich auf einer Seite zusammengefasst – damit geben Sie dem Kunden die Sicherheit, die Bestellung endgültig abzusenden.

All diese Punkte sind beispielsweise in die neue Version der CosmoShop-Software eingeflossen, die 2009 mit dem „Shop Usability Award“ ausgezeichnet wurde.

ist seit 1997 geschäftsführender Gesellschafter der Zaunz Publishing GmbH, einem führenden Hersteller von E-Commerce-Lösungen und Entwickler der preisgekrönten Onlineshop-Software CosmoShop: 2009 gewann der CosmoShop-Anwender Baby-Markt.de den Shop Usability Award. Neben der Realisierung und Entwicklung von Online-Shops bietet Zaunz auch das Hosting auf eigenen Servern sowie die Wartung und Weiterentwicklung der Shops.

  • 1a auf den Punkt gebracht! :-)

  • Vielen Dank für die guten Tipps! Gleich mal nachschauen, was ich in unserem Shop noch optimieren kann.

  • Auch eine sehr gute Massnahme, zur Umsatzsteigerung ist die Einbindung von 360° Produktbilder.
    Grüße
    Andreas Kappler

  • Usability ist sehr wichtig um Abbrüche im Bestellvorgang zu vermeiden. Wir überarbeiten gerade unseren Cosmoshop von Zaunz und hoffen hierdurch mehr Bedienfreundlichkeit zu erhalten.
    Wir setzten auf bessere Produktbilder und bessere Beschreibungstexte.

  • Das ist echt so eine Sache mit der Usability. Viele Shop Betreiber setzten auf Traffic, gleichzeitig geht die Performance des Shops langsam in die Knie. Das hat dann zufolge dass die Ladezeiten der Seiten immer länger dauern, das führt zu mehr Absprüngen. Es ist natürlich sehr simpel dargestellt, aber wenn ich jetzt ein wenig zurückblicke ist es häufig der Fall wie geschildert. Kunden möchten mehr Verkaufen durch mehr Besucher. Die Vorschläge rund um die Seitenoptimierung werden gern erst einmal belächelt. Jedoch alle Kunden die sich am Ende genau darauf eingelassen haben, die haben deutliche Sprünge im Umsatz gemacht. Bei einem Kunden ging es so sprunghaft nach oben (Verdoppelung der Conversion) das Sie nicht wirklich darauf vorbereitet waren und sich schnell Hilfe für die Abwicklung reinholen mussten. Nun, für alle die sich gern einmal unverbindlich beraten lassen wollen: http://www.consultmee.de/usability-preistabellen/
    Oder gern auch direkt kontaktieren und wir beraten Sie telefonisch
    http://www.consultmee.de/kontakt/

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