Dass auch Online-Shops mal schließen, war bisher zwar nicht unüblich, meist aber entweder auf temporäre Technikausfälle oder auf Insolvenzen zurückzuführen. Bei Zalando hingegen wird wieder mal im großen Stil gearbeitet – und somit auch geschlossen. Das Zwischenlager in Marquardt bei Potsdam, das erst Mitte 2012 bezogen wurde, macht Ende des Jahres dicht. Betroffen von dieser Schließung sind 50 bis 80 Angestellte. Einen Teil davon werde man, so Zalando, an den Standorten Brieselang und Erfurt einsetzen. Viele Verträge seien aber sowieso nur befristet und würden dann auslaufen. Die Schließung des Zwischenlagers sei mit Hinblick auf einen nur bis Ende 2014 laufenden Mietvertrag zudem planmäßig und stehe in keinerlei Verbindung mit der in Marquardt geplanten Wahl eines Betriebsrates.

Zalando zieht aus. ©Zalando

Zalando zieht aus. ©Zalando

Ob es andererseits mit der immer noch recht mageren Profitabilität von Zalando (bei insgesamt aber rapide steigenden Umsätzen und Kundenzahlen) zu tun hat oder die erst kürzlich im großen Stil aufgestockten Logistik-Kapazitäten aufgrund großen Preisdrucks durch Rabattschlachten im Mode-Einzel- und Online-Handel, jetzt wieder ein klein wenig zurückgeschraubt werden, bleibt ebenso unbeantwortet. Fest steht aber, dass angesichts der zeitlichen Nähe von einerseits der Schließung des Zwischenlagers in Marquardt, anstehenden Betriebsratswahlen und Enthüllungen der RTL-Journalistin andererseits, dem einen oder anderen das Schreien vor Glück im Halse stecken bleibt.

ist Autor, Blogger, Journalist, Redakteur und Texter. Für die eCommerce Lounge schreibt er Beiträge zu Themen des eCommerce.

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