Freiheit für die Kreativität! Andras Limperger von der Intershop Communications AG erfährt als Key Account Manager immer wieder direkt vor Ort, vor welchen technischen Herausforderungen Onlinehändler stehen. Die IT-Abteilung wächst und wächst, und das alles nur, um die technischen Basisanforderungen zu decken. Schluss damit. Um zum Kick off einen USP präsentieren zu können, müssen Ressourcen für Kreatives bereitgestellt werden, findet er.

Herr Limperger, vor welchen technischen Herausforderungen stehen Unternehmen, die in den E-Commerce einsteigen wollen?

Die zentrale Herausforderung im Online Business sind die Insel-Lösungen. Alles wird unabhängig voneinander gemanagt. Daraus entstehen Konflikte. Zum Beispiel besitzen die Unternehmen ein ERP-System und ein Shopsystem, aber das ERP-System kennt die Rabatte des Shopsystems nicht. Systeme sollten sich aber nicht gegenseitig beschränken, sondern an jeder Stelle miteinander zu vernetzen sein.

Sie sagen: „Am Tag des Kick-offs ist das Projekt bereits veraltet.“ Vor dem Problem stehen viele. Wie lautet Ihr Lösungsvorschlag?

Grundsätzlich lässt sich beobachten: Je größer das System, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass genau dieses Problem eintritt. Daher ist auch unser Hinweis: Beschäftigt euch nicht mit Basisanforderung für E-Commerce, sondern konzentriert eure Ressourcen darauf, etwas Neues zu kreieren! Nur so kann man zum Kick off etwas Neues, etwas Überraschendes präsentieren.

Sie sprechen dabei von dem 80:20-Prinzip.

Ja, 80 Prozent sind Basisanforderungen, 20 Prozent sollten zusätzliche Features sein. Wir haben einen Kunden mit einer sehr kleinen, aber schlagkräftigen IT-Abteilung, die ausschließlich für Kreatives zuständig ist. Nur so ist ein USP möglich. Und genau darum geht es. Ideen kreieren, um sich von anderen zu unterscheiden.

Aber liegt die Messlatte nicht schon bei den Basisanforderungen durch Amazon sehr hoch?

Absolut. Allerdings ist Amazon für einen Shop-Besitzer auch das falsche Vorbild. Amazon sieht sich als ein Technologieunternehmen und macht einen beachtlichen Anteil seines Umsatzes mit IT-Services. Jedes Unternehmen sollte sich also fragen, ob es IT-Services anbieten oder Produkte verkaufen will.

Über Andras Limperger

Andras Limperger ist Key Account Manager der Intershop Communications AG. Das Jenaer Unternehmen bietet Software-Lösungen an, mit Hilfe derer Waren und Dienstleistungen B2B oder B2C verkauft werden können. Limperger ist im Unternehmensstandort Hamburg zuhause und dort unter anderem für IT-Consulting und E-Commerce zuständig.

Details zu den Inahlten der ECOM 2011 finden Sie im Artikel von Nadja Schon: Rückblick ECOM 2011

ist seit 2010 im Online Marketing tätig, betreut als Head of SEA bei der Second Elements GmbH & Co KG aus Hamburg vornehmlich mittelständische Kunden und ist für die strategische Ausrichtung dieses Bereichs genau so zuständig wie für Marketing und Vertrieb.

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